
Neckermann: Investorensuche wird zur Überlebensfrage
Branchenbeobachter wissen es längst - jetzt bestätigt Neckermann-Chef Koopmann: "Ohne Investor ist im Herbst Schluss". Die Zukunft des insolventen Versandhändlers steht auf Messers Schneide.
Thomas RehmRedakteurAls eine der Ursachen für die Entwicklung nannte Koopmann die offensive Werbekampagne des Unternehmens, bei der mit Slogans wie "Insolvent. Na und?" gearbeitet wird. Bei einigen Vertriebspartnern und Mitarbeitern habe dies zwar durchaus für Kopfschütteln gesorgt, sage Koopmann. Insgesamt sei die Kampagne aber gut aufgenommen worden. "Das Wichtigste: Die Kunden bestellen jetzt wieder mehr."
2.250 Jobs auf der Kippe
Der traditionsreiche Versandhändler hatte im Juli Insolvenz angemeldet, nachdem der Eigentümer, der US-Finanzinvestor Sun Capital, kein weiteres Geld für die nötige Sanierung zur Verfügung gestellt hatte,
In Deutschland stehen nach letzten Angaben des zahlungsunfähigen Unternehmens etwa 2.250 Arbeitsplätze am Hauptsitz Frankfurt am Main und in Heideloh (Sachsen-Anhalt) auf der Kippe.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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