Neckermann wird endgültig geschlossen

Neckermann wird endgültig geschlossen

Was zu erwarten war, ist nun Realität: Der letzte verbliebene potenzielle Investor für Neckermann hat sich auch zurückgezogen. Damit ist das Aus für den Versandhändler unausweichlich.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Damit bewahrheitete sich die düstere Prognose des Frankfurter Verdi-Sekretärs Wolfgang Thurner: "Ich habe null Hoffnung, das Ding ist gelaufen", hatte der Gewerkschafter gesagt.

"Trotz intensiver Bemühungen aller Beteiligten hat sich kein Investor entschließen können, Neckermann zu übernehmen und den Betrieb fortzuführen", teilte CMS Hasche Sigl mit. Der letzte Interessent habe sich am Donnerstag zurückgezogen. Die Geschäftsleitung von Neckermann müsse deshalb den Betrieb zum 30. September schließen.

200 Interessenten - keiner will zugreifen

Die vorläufige Insolvenzverwaltung sagt, er habe mit mehr als 200 potenziellen Investoren gesprochen, von denen rund 50 das Unternehmen auf Herz und Nieren geprüft hätten. Es habe sich aber keiner zu einem Einstieg entschließen können.

Der letzte verbliebene Interessent habe seinen Rückzug damit begründet, dass ihm vor allem der finanzielle Aufwand zu hoch sei, "um den über lange Jahre entstandenen großen Investitionsstau im zweistelligen Millionenbereich zu bewältigen."

DH

Lesen Sie hier die Neckermann-Unternehmenschronik

Bildergalerie: "Neckermann - Ein Traditionsversender baut ab"

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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