
Österreicher kauft Karstadt-Filialen und KaDeWe
Das Gebäude des Berliner Luxuskaufhauses KaDeWe sowie weitere 16 Karstadt-Immobilien haben laut Medienberichten einen neuen Eigentümer: den österreichischen Investor René Benko mit seinem Unternehmen Signa.
Thomas RehmRedakteurDer frühere Chef des einstigen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, hatte die Immobilien für einen Milliardenbetrag an Highstreet verkauft, um mit dem Erlös das notleidende Geschäft des Kaufhauskonzerns zu finanzieren. Zum Konsortium zählen unter anderem die US-Investmentbank Goldman Sachs und die Deutsche Bank.
Der österreichische Investor Benko hatte auch für die Metro-Tochter Kaufhof geboten, wie auch Berggruen. Die Metro hatte den ursprünglich geplanten, milliardenschweren Verkauf Anfang dieses Jahres aber auf Eis gelegt. Als Hintergrund wurde die schwierige Lage an den Finanzmärkten genannt.
Benkos Signa Holding hat in der Wiener Innenstadt jüngst das "Goldene Quartier" mit Luxusboutiquen von Louis Vuitton, Prada, Miu Miu und Emporio Armani sowie exklusiven Penthousewohnungen realisiert. Das Investitionsvolumen soll bei 450 Millionen Euro gelegen haben. Darüber hinaus errichtete Benko das Tyroler Kaufhaus, ein gehobenes Shoppingcenter in Innsbruck.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
Alle Beiträge