Paketboten haben immer mehr zu tun

Paketboten haben immer mehr zu tun

Die Kurier-, Express- und Paketdienste profitieren vom Onlineboom. 2012 freut sich die Branche über ein Rekord-Umsatzvolumen von gut 18 Milliarden Euro.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Die Paketdienste haben mit einem Umsatzvolumen von 8,17 Milliarden Euro demnach einen Anteil von 45 Prozent am Geschäft der schnellen Branche. Mit 2,051 Milliarden Sendungen haben die Paketservices 81 Prozent aller beauftragten Sendungen befördert.

Hälfte der Pakete geht an Verbraucher

Mit rund einer Milliarde Sendungen wird im sogenannten B2C-Geschäft, also der Verkauf an Konsumenten, etwa die Hälfte des Gesamtvolumens im Paketmarkt befördert. Damit habe laut bvh dieses Segment auch den Spitzenplatz vor dem Geschäft mit Firmenkunden (B2B) eingenommen, das mit rund 800 Millionen Sendungen einen Anteil von 39 Prozent am Paketmarkt hat. Rund 144 Millionen Sendungen gingen wieder zurück an den Verkäufer, so dass der Anteil der Retourenpakete bei 7 Prozent liegt. Rund 123 Millionen Pakete haben 2012 Privatleute verschickt, der Anteil beträgt somit 6 Prozent.

"Bei der Betrachtung der Zahlen fällt zunächst die vermeintlich niedrige Zahl der Retouren ins Auge", heißt es in der Studie. "Bei der Bewertung dieser Zahl ist allerdings zu berücksichtigen, dass nur vergleichsweise wenige Warengruppen eine hohe Zahl von Retourenpaketen zu verzeichnen haben - wie Bekleidung oder Schuhe." Bei anderen Warengruppen, wie zum Beispiel elektronischen Geräten, fallen deutlich weniger Rücksendungen an.

Bekleidung bestellen ist in

Was die versendeten Warengruppen angeht, hat die Bekleidung wenig überraschend mit 18 Prozent den mit Abstand größten Anteil am Sendungsaufkommen; Mode ist gleichzeitig auch die mit Abstand umsatzstärkste Warengruppe, so der bvh. Zu den weiteren starken Kategorien gehören Unterhaltungselektronik mit 11 Prozent, Bücher mit 10 Prozent, Computer und Zubehör, Hobby und Freizeit sowie Haushaltswaren und ‐geräte mit jeweils 6 Prozent.

"Immer mehr Personen bestellen im Interaktiven Handel. Zudem steigt die Frequenz der Käufe und auch die Warenkörbe sind voller als noch vor wenigen Jahren", erläutert  bvh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. "Gerade im Hinblick auf die Zufriedenheit der Kunden übernehmen die Paketdienstleister eine elementare Funktion. Denn in ihren Händen liegt für den Verbraucher der Abschluss des Kaufvorganges, indem ihm das Paket zuverlässig und pünktlich übergeben wird."

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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