
Pay for Content: Kassen werden nicht klingeln
Aufgrund der Flaute im Online-Werbemarkt wird nach neuen Finanzierungsquellen für Online-Services gesucht. "Pay for Content" ist wieder im Gespräch. Ob User wirklich bereit sind, für Webinhalte zu bezahlen, untersuchte das Marktforschungsunternehmen Fittkau & Maaß.
David WöllensteinRedakteurDas Ergebnis: Nur 20% der Nutzer sind bereit für Online-Informationen, Software-Nutzung und Datei-Download zu bezahlen. Die Hälfte der Nutzer lehnt das Online-Bezahlen grundsätzlich ab. Der Anteil der Personen, die sich noch keine Meinung zum Thema Pay for Content gebildet haben, ist im letzten Halbjahr von 16,7% auf 12,8% gesunken. Die Zahl der Nutzergruppen, die sich vorstellen können, Gebühren für Informationen oder Services im World Wide Web zu entrichten, hat sich jedoch kaum verändert.
Zahlungsbereitschaft äußern laut Studie nur spezielle Nutzergruppen - so beispielsweise männliche, ältere User, die das Netz häufig beruflich nutzen und Online-Erfahrung haben. Daß diese Gruppe Gebühren für nutzwertige Services wie E-Mails oder Web-SMS künftig akzeptiert, ist durchaus wahrscheinlich. Doch ob auch der Bereich Online-Unterhaltung, wie Promi-News oder -Livechats eine ausreichend große zahlungsbereite Nutzergruppe finden werden, ist fraglich.
Das Fazit der Studie: Eine umfassende Einführung kostenpflichtiger Bereiche auf allen Websites würde die heutige Online-Nutzungssituation aus Sicht der User völlig auf den Kopf stellen. Die Folge: Gewaltige Auswirkungen auf das Nutzungsverhalten und somit auf bestehende Finanzierungsmodelle. (ST)
KONTAKT:
Fittkau & Maaß GmbH
Hermannstraße 14
20095 Hamburg
Telefon 040-30100770
Telefax 040-30100777
E-Mail: info@fittkaumaass.de
Internet: www.fittkaumaass.de

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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