
Pillen von Schlecker
Die Vorzeichen der Liberalisierung des deutschen Apothekenmarktes werden sichtbar: Die Drogeriekette Schlecker plant, eine eigene Medikamente-Marke einzuführen, schreibt die Lebensmittel Zeitung.
Thomas RehmRedakteurApothekenmarkt steht vor großen Veränderungen
Derzeit prüft der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg, ob das deutsche Fremdbesitzverbot für Apotheken gegen das europäische Recht auf Niederlassungsfreiheit verstößt. Am 16. Dezember gibt der Generalanwalt am EuGH seine Empfehlung bezüglich des europäischen Verfahrens zur Liberalisierung des Apothekenmarktes in Deutschland ab.
Sein Votum gilt als eine Art Vorentscheidung, denn der EuGH in Luxemburg folgt in neun von zehn Fällen der Empfehlung. Mit einem Urteilsspruch wird dann bis zum Herbst 2009 gerechnet. Die meisten Experten erwarten einen Wegfall des Fremd- und Mehrbesitzverbotes.
Sollte dieser Fall eintreten, würde der deutsche Apothekenmarkt umgewälzt werden, und der Weg wäre frei für Apothekenketten. Handelsunternehmen bereiten sich längst darauf vor. Auch die Drogeriekette dm hat seinen Arzneimittelhandel ausgebaut, selbst der Lebensmittelhändler Rewe soll Vorbereitungen für einen Einstieg in den Apothekenmarkt treffen.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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