Preiskampf im Lebensmittelhandel schwächt sich ab

Preiskampf im Lebensmittelhandel schwächt sich ab

Die Rabattschlacht bei Lebensmitteln hat an Umfang und Häufigkeit verloren. Die Preissenkungsrunden gestalten sich bislang moderat im Vergleich zum Vorjahr.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Außerdem sind die Billiganbieter inzwischen davon abgekommen, jeden Monat mit Preissenkungen auf sich aufmerksam zu machen, wie es noch im vergangenen Jahr der Fall war. Im Juni und Juli gab es im deutschen Lebensmittelhandel keine Preissenkungsrunden.

Weniger Spielraum für Preissenkungen

"Die Intensität der Preissenkungen hat nachgelassen", sagte Discountexperte Matthias Queck vom Handelsinformationsunternehmen Planet Retail der Nachrichtenagentur dpa. Angesichts tendenziell steigender Rohstoffpreise dürfte der Spielraum deutlich abgenommen haben.

Unter den jetzt verbilligten Produkten seien zwar "Klassiker" wie Fisch in der Dose. Diese Produkte stünden aber nicht so im Fokus wie Butter oder Milch, bei denen die Verbraucher die Preise im Kopf hätten.

"Das Ganze ist unspektakulär", urteilt Queck. Das Sortiment bei den Discountern reicht von etwa 800 Artikeln bei Aldi Nord bis über 3.500 bei Netto.

Bio-Gemüse, Wein und Dosen-Ananas

Neben dem führenden Discounter Aldi gaben am Donnerstag auch Norma, die Edeka-Tochter Netto Marken-Discount und die Rewe-Discount-Tochter Penny Preissenkungen bekannt. Ähnlich wie bei Aldi waren davon bestimmter Dosen-Fisch, verschiedene Sorten von Tiefkühl-Bio-Gemüse, ausgewählte Weine und Dosen-Ananas betroffen.

Im Unterschied zu Preissenkungen schalten Handelskonzerne bei Preiserhöhungen keine Anzeigen. So lief Mitte Mai still und leise eine Preiserhöhungsrunde bei Butter, die um mehr als 20 Prozent teurer wurde.

Zuvor war auch schon Trinkmilch teurer geworden. Im Mai kosteten infolge des schlechten Wetters und einer geringeren Ernte frisches Obst und Gemüse in vielen Fällen mehr als im Vorjahresmonat.

2009 war das Jahr der Preissenkungen im Lebensmittelhandel. Zwölf Rotstiftwellen gingen durch das Sortiment - meist ausgelöst von Aldi.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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