
ProMarkt gerettet
Die insolvente Elektronik-Kette ProMarkt hat einen Plan: Das Unternehmen wird nicht zerschlagen, sondern schrumpft ein bisschen.
Thomas RehmRedakteur4,5 Millionen für die Gläubiger
Die Gläubiger - darunter Mitarbeiter, deren Löhne nicht gezahlt wurden, Vermieter, Krankenkassen und der Pensionsverein - sollen 4,5 Millionen Euro erhalten. Die Wegerts wurden zudem verpflichtet, zwei Millionen Euro in eine Kapitalerhöhung fließen zu lassen.
Das neue Konzept sieht vor, die Belieferungsmöglichkeiten des Internets mit der Beratung und dem Service des Filialnetzes zu verknüpfen. Kunden sollen am PC zuhause oder an Rechnern im Laden Waren bestellen können, damit weniger Produkte auf Lager gehalten werden müssen.
Neue Investoren
Neuer Partner von ProMarkt ist die Investorengruppe Gordon Brothers International. Sie soll die Finanzierung sicher stellen und jene Ausfallhaftung übernehmen, auf die Lieferanten bestehen, bevor sie die Märkte mit Ware versorgen.
EP als Franchisegeber hatte diese Haftung im Februar überraschend gekündigt - ProMarkt stand damals ohne Ware da und geriet so in finanzielle Nöte. Die ProMarkt-Kette, die Franchisenehmer der Düsseldorfer MediMax ist, hatte deshalb Insolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit angemeldet.
Potentielle Gläubiger haben Forderungen von insgesamt 37 Millionen Euro geltend gemacht. Derzeit wird geprüft, ob diese berechtigt sind.
Die Brüder Wegert wurden in Berlin mit dem Fachgeschäft Radio Foto Wegert bekannt geworden. Vor MediMax betrieben sie die MakroMärkte und ProMärkte.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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