
Rewe: Makellose Bilanz erwartet
Wenn nicht die Discounttochter Penny Sorgen bereiten würde, dann stünde Rewe noch besser da. Der Kölner Konzern wird am heutigen Dienstag voraussichtlich eine gute Bilanz des Jahresbeginns vorweisen.
Thomas RehmRedakteurDie Konzernbilanz wird jedoch von der Sanierung der defizitären Discounttochter Penny Deutschland belastet. Caparros hatte in einem Zeitungsinterview einen operativen Gewinnrückgang durch Sondereffekte angedeutet.
Penny Deutschland schrieb nach 2010 auch 2011 rote Zahlen, wie Penny-Chef Jan Kunath berichtete. Mit aufgemöbelten Läden, einem gestrafften Filialnetz sowie einer neuen Eigenmarke soll Penny aus der Verlustzone kommen. 71 unrentable Penny-Filialen werden 2012 geschlossen.
Investitionen in Penny zeigen Wirkung
Rewe investiert umfangreich in die Renovierung von Supermärkten und Discountfilialen. Wie bereits bekannt, hat der Kölner Konzern seine Gesamtinvestitionen für 2012 gegenüber den beiden Vorjahren (damals 1,2 Milliarden Euro) nochmals aufgestockt.
Allein die Tochter Penny investiert 2012 einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Die Neuausrichtung des viertgrößten Discounters nach Aldi, Lidl und Netto zeigte 2011 nach Konzernangaben mit einem Umsatzplus bereits Wirkung.
Vor wenigen Tagen gab Rewe eine Vorstandspersonalie bekannt: Der ehemalige Metro-Manager Christian Mielsch wurde zum 1. September dieses Jahres zum Rewe-Finanzvorstand berufen.
Der 49-Jährige war von 1997 bis März 2012 in verschiedenen Funktionen bei der Metro-Großhandelssparte tätig, unter anderem als Finanzchef des Metro-Großhandelsgeschäftes in Deutschland. Die Position in der Rewe-Chefetage blieb lange Zeit unbesetzt.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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