Window Shopping, das verbindet man im E-Commerce mittlerweile eigentlich mit dem Kauf per Smartphone und QR-Code am Schaufenster nach Ladenschluss oder sogar mit einem Schaufenster als Touchscreen, wie es beispielweise Adidas in Nürnberg erprobt hat. Rund jeder vierte Retailer plant laut einer Studie ähnliche Lösungen. Turnhills zäumt das Pferd nun von hinten auf.
So kann man sich dann durch die Markenwelten in den Fußgängerzonen und Malls klicken, ohne auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen. Man kann aber nicht nur gucken, sondern begehrte Produkte dann auch gleich online shoppen oder Shops als Favoriten für den nächsten Schaufensterbummel in der Kohlenstoffwelt anlegen.
So richtig klar ist mir indes nicht, warum man gerade mit einem Smartphone auf eine Lösung setzen soll, die in ihrer Kernidee und visuellen Anmutung wie eine verspätete Verbindung aus offline und offline wirkt. Schließlich lassen sich Markenwelten heute auf Smartphone und Tablets deutlich wertiger präsentieren als mit simplen Schaufensterbildern, seien diese auch noch so hübsch gestaltet.
Burkhard Schneider von Best-practice-business.de sieht die Verwendungsmöglichkeiten denn auch eher bei Trendscouts, Modedesignern, Modeeinzelhändler und Dekorateuren. Die könnten sich mit der App so manche Dienstreise sparen.
