Schwarz-Gelb verhindert Nährwertampel

Schwarz-Gelb verhindert Nährwertampel

2 Min.Aktualisiert am
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Laut dpa will die künftige schwarz-gelbe Regierung keine farbliche Kennzeichnung von Zutaten von Lebensmitteln einführen - damit wäre die Nährwertampel vom Tisch.

In der Arbeitsgruppe, die sich mit Verbraucherthemen befasst, wurde stattdessen favorisiert, den Gehalt von Fett, Zucker, Salz und Kalorien als Anteil der täglichen Menge anzugeben. Ob dies farblich unterlegt wird, ist offen.

Handel wehrte sich gegen Ampelpläne

Für eine verpflichtende Ampelkennzeichnung im ursprünglichen Sinn hatte sich unter anderem die Verbraucherorganisation Foodwatch eingesetzt. "Insbesondere Fertigprodukte enthalten viel mehr Zucker und Fett als die Verpackung suggeriert", begründete deren Geschäftsführer Thilo Bode seine Forderung.

Der Einzelhandel wehrte sich heftig gegen die Einführung einer Ampel: Josef Sanktjohanser, Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), bezeichnete die Kennzeichnung als "völlig untauglich".

Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) hatte die Lebensmittelampel ebenfalls bekämpft. Der Verband sah in der Kennzeichnungspflicht den Versuch, ganze Produktsegmente wie zum Beispiel Süßwaren zu diskriminieren.

Als erster Lebensmittelkonzern hatte der Tiefkühlwarenhersteller Frosta Anfang September eine freiwillige Kennzeichnung eingeführt.

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