
Schwarz-Gelb verhindert Nährwertampel
Laut dpa will die künftige schwarz-gelbe Regierung keine farbliche Kennzeichnung von Zutaten von Lebensmitteln einführen - damit wäre die Nährwertampel vom Tisch.
Thomas RehmRedakteurHandel wehrte sich gegen Ampelpläne
Für eine verpflichtende Ampelkennzeichnung im ursprünglichen Sinn hatte sich unter anderem die Verbraucherorganisation Foodwatch eingesetzt. "Insbesondere Fertigprodukte enthalten viel mehr Zucker und Fett als die Verpackung suggeriert", begründete deren Geschäftsführer Thilo Bode seine Forderung.
Der Einzelhandel wehrte sich heftig gegen die Einführung einer Ampel: Josef Sanktjohanser, Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), bezeichnete die Kennzeichnung als "völlig untauglich".
Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) hatte die Lebensmittelampel ebenfalls bekämpft. Der Verband sah in der Kennzeichnungspflicht den Versuch, ganze Produktsegmente wie zum Beispiel Süßwaren zu diskriminieren.
Als erster Lebensmittelkonzern hatte der Tiefkühlwarenhersteller Frosta Anfang September eine freiwillige Kennzeichnung eingeführt.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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