Spekulationen um Verkauf der Karstadt-Premiumhäuser

Spekulationen um Verkauf der Karstadt-Premiumhäuser

2 Min.Aktualisiert am
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"Der Spiegel" berichtet über Verhandlungen mit Investoren über den Verkauf der Premium-Warenhäuser von Karstadt. Der Aufsichtsratschef dementiert nun persönlich per Pressemitteilung.

Zu den Premiumhäusern von Karstadt gehören das KaDeWe in Berlin, Oberpollinger in München und Alsterhaus in Hamburg. Die Verkaufsabsichten wurden heftig dementiert - und zwar vom Jared Bluestein persönlich. Er ist ebenfalls Präsident und CEO der Berggruen Holdings.

"Langfristig orientierter Investor"

"Nicolas Berggruen ist ein langfristig orientierter Investor und dementiert entschieden, dass Teile des Karstadt Geschäfts verkauft werden sollen. Er unterstützt Karstadt CEO Andrew Jennings und dessen Strategie ‘Karstadt 2015‘ uneingeschränkt", sagt Bluestein in einer Pressemitteilung

Medienberichte, wonach Berggruen Holdings in Verhandlungen sei und die Karstadt Premium-Gruppe oder Karstadt Sports verkaufen wolle seien "unwahr und entbehren jeglicher Grundlage", so Bluestein.

Trotz des heftigen Karstadt-Dementis rechnet der Handelsexperte Thomas Roeb von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg weiterhin mit einer Zerschlagung der traditionsreichen Warenhauskette "früher oder später".

Roeb sagte der Nachrichtenagentur dapd: "Der Verkauf der Premium-Häuser und der Sporthäuserwird so sicher kommen wie das Amen in der Kirche." Für Karstadt sei der Verkauf dieser Perlen schließlich "die naheliegendste Möglichkeit", an Geld zu kommen.

Krise drei Jahre nach der Pleite

Drei Jahre nach der Pleite der Warenhauskette und der Übernahme durch Berggruen steckt Karstadt in der Krise und hatte Mitte Juli den Abbau von 2.000 Arbeitsplätzen angekündigt. Ende August läuft der Sanierungstarifvertrag aus.

Die Einschnitte begründete Karstadt-Chef Andrew Jennings mit dem Konzernumbau und einem schwierigen Geschäftsumfeld wegen der Euro-Krise. Die Zahl der Karstadt-Filialen solle aber unverändert bleiben.

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