3D-Illustration zu E-Commerce-Themen: Server, Warenkorb, Smartphone-Feed und Wachstumskurve
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Stackit, Empiriecom, Adesso, Platform Group, Melissa, Just Eat, Meta, Amazon, Tiktok + Upscrolled, ChatGPT, KI + Marken

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

Stackit, Empiriecom und Adesso bauen souveräne E-Commerce-Plattform
Stackit, Empiriecom und Adesso bauen eine vollständig deutsche E-Commerce-Plattform als Alternative zu internationalen Hyperscalern, berichtet Marketscreener.com. Das „German Digital Commerce Operation Model“ halte alle Daten und Shop-Prozesse nach DSGVO-Standards in Deutschland, verspreche 24/7-Support und verbinde Cloud-Infrastruktur, modulare Commerce-Suite sowie Implementierung aus einer Hand. Stackit hoste ausschließlich in Deutschland und Österreich mit Zero-Access-Sicherheit, Empiriecom liefere eine Plattform für komplexe Omnichannel-Strukturen und Adesso sei zuständig für Implementierung und Betrieb.

The Platform Group übererfüllt Prognosen
The Platform Group steigerte laut Medienmitteilung ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2025 um 39 Prozent auf 728 Mio. Euro. Der Gewinn sei um 42 Prozent auf 46,5 Mio. Euro gewachsen, das bereinigte Ebitda sogar um 65 Prozent auf 55 Mio. Euro. Die Ebitda-Marge habe sich von 6,3 auf 7,6 Prozent verbessert. Der Bruttowarenwert liege bei 1,3 Mrd. Euro, ein Plus von 44 Prozent. CEO Dominik Benner führe das Wachstum auf den Nischenfokus und erfolgreiche Akquisitionen zurück.

Melissa stellt Software zur Adressvalidierung vor
Melissa Data präsentiert auf der E-Commerce Berlin Expo (17. und 18. Februar) Software zur Echtzeit-Adressvalidierung im Checkout-Prozess. Die Autovervollständigung reduziere die Tastenanschläge um rund 50 Prozent und senke damit Kaufabbrüche, besonders auf mobilen Geräten. Zudem korrigiere die Lösung fehlerhafte Adressen in bestehenden Kundendatenbanken, was unzustellbare Sendungen verhindere und Marketingkampagnen effektiver mache. Ein zusätzliches Tool zur digitalen Identitätsprüfung verifiziere, ob Personen tatsächlich unter der angegebenen Adresse wohnen – als Schutz vor Betrug mit Fake-Identitäten.


HANDEL INTERNATIONAL


Just Eat startet Sprachassistenten gegen Entscheidungsmüdigkeit
Just Eat hat gestern in Großbritannien einen KI-Sprachassistenten eingeführt, der Kunden bei der Essensauswahl hilft, berichtet Theguardian.com. Der „persönliche Food-Concierge“ verstehe seine Nutzer, auch wenn sie ihre Vorlieben in wirren Gedankenströmen äußern würden, und gebe personalisierte Empfehlungen. Das verhindere Entscheidungsmüdigkeit durch die ständig wachsenden Optionen in Lieferapps. Der Assistent spreche und verstehe Dutzende Sprachen und erleichtere zudem Menschen mit Mobilitäts- oder Seheinschränkungen die Bestellung.

Premium-Abos für Instagram, Facebook und Whatsapp
Meta testet in den kommenden Monaten Premium-Abonnements für Instagram, Facebook und Whatsapp, berichtet Techcrunch.com. Die Kernangebote blieben kostenfrei, zahlende Nutzer erhielten erweiterte KI-Funktionen und exklusive Features. Auf Instagram solle das Abo unbegrenzte Zielgruppenlisten, eine Anzeige nicht zurückfolgender Follower und anonyme Story-Ansichten ermöglichen. Der für zwei Mrd. Dollar übernommene KI-Agent „Manus“ werde ins Abo-Modell integriert, der KI-Video-Generator „Vibes“ in den Freemium-Ansatz.

EU erhält 5,8 Milliarden Billig-Pakete
Die Zahl der Billig-Pakete, die in die EU geliefert werden, kletterte 2025 auf 5,8 Mrd. – ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die EU-Kommission laut Reuters.com mitteilte. Plattformen wie Temu und Shein profitierten von der Zollbefreiung für Waren unter 150 Euro, die Direktlieferungen aus China begünstige. Ab Juli werde die EU eine Gebühr von drei Euro pro Paket erheben, langfristig solle die Befreiung komplett fallen. Die Kommission schätze außerdem, dass rund 65 Prozent der Sendungen absichtlich unterbewertet seien.

Amazon India verschenkt Websites an seine Verkäufer
Amazon India verschenkt ab sofort Websites an seine Verkäufer, meldet Scanx.trade. Die Plattform „Smartbiz“ ermögliche Händlern eigene Online-Shops, für die Amazon weiterhin Logistik und Bezahlung abwickle. Der Schritt reagiere auf eine Verschiebung im indischen E-Commerce: Marken-eigene Verkaufskanäle seien von drei auf 15 Prozent des Gesamtvolumens gewachsen, da Händler zunehmend über Social Media und eigene Websites verkauften. Amazon verzichte zunächst auf Einnahmen von umgerechnet 110 bis 165 Mio. Euro jährlich, plane aber ab März 2026 Abo-Gebühren.

Amazon schließt alle Fresh- und Go-Standorte
Amazon schließt seine rund 60 Fresh-Supermärkte und die 15 Go-Standorte mit „Just Walk Out“-Technologie, berichtet Businessinsider.com. Man habe trotz sechs Jahren Entwicklungszeit kein überzeugendes Kundenerlebnis mit tragfähigem Geschäftsmodell geschaffen. Stattdessen plane Amazon über 100 neue Whole Foods-Filialen in den kommenden Jahren sowie fünf kleinere „Daily Shop Stores“ für 2026. Der Konzern wolle sich außerdem auf den Ausbau seines Lieferservice konzentrieren, der bereits in 5.000 US-Städten verfügbar sei.

USA: Indie-App Upscrolled profitiert von Tiktoks Chaos
Technische Probleme bei Tiktok treiben frustrierte Nutzer in den USA zur Konkurrenz, berichtet Engadget.com. Das Unternehmen führe die Störungen auf einen Stromausfall in einem Rechenzentrum zurück. Die Deinstallationen seien in Folge der Probleme um 150 Prozent gestiegen. Profiteur der Misere: Die australische Indie-App Upscrolled, die seit Formalisierung des US-Joint-Ventures 41.000 Mal heruntergeladen worden sei – zuvor waren es weniger als 500 Downloads pro Tag gewesen.

ChatGPT-Werbung kostet dreimal mehr als bei Meta
OpenAI startet Werbung in ChatGPT mit einem CPM-Preis von rund 60 Dollar pro 1.000 Impressionen, berichtet Retail-News.de. Damit koste die Platzierung dreimal mehr als bei Meta, biete aber kaum Erfolgsdaten: Nur Impressionen und Klicks würden erfasst, das Tracking der Konversionen fehle aus Datenschutzgründen vorerst komplett. Die Anzeigen erschienen in der kostenlosen Version sowie im „ChatGPT Go“-Tarif. Das Modell richte sich vor allem an finanzstarke Marken mit Branding-Zielen, die früh im bisher werbefreien KI-Umfeld präsent sein wollten.


Region, Sprache, Zeitpunkt: KI antwortet immer anders
Laut einer Studie von Trendmicro.com verhalten sich KI-Modelle grundlegend anders als klassische Software. Identische Eingaben hätten je nach Region, Sprache und Zeitpunkt unterschiedliche Antworten produziert – es drohe so ein Kontrollverlust über die Markenkommunikation. Nur 43 Prozent der Systeme filterten irrelevante Informationen korrekt aus, zudem passten Modelle ihre Antworten bei wiederholtem Nachfragen zunehmend an gewünschte Ergebnisse an. Für den sicheren Umgang sei KI als „Abhängigkeit mit hohem Risiko“ zu behandeln, nötig seien die menschliche Verifikation aller Ausgaben und klare Regularien.

KI-Assistenten bevorzugen Händler – Marken verlieren Sichtbarkeit
KI-Assistenten wie ChatGPT entscheiden über Produktempfehlungen, beziehen ihre Informationen aber primär von Händlern statt von Marken selbst, zeigt eine Publicis-Sapient-Studie. Nur 37 Prozent der befragten Konsumgüterunternehmen prüften monatlich, wie KI ihre Produkte beschreibe. Während 68 Prozent konsistent auf Händler-Websites publizierten, nutzten nur 52 Prozent die eigenen Auftritte intensiv. Lediglich 31 Prozent sähen ihre eigenen Inhalte bei KI-Suchen zuerst – Händler und Marktplätze dominierten die Sichtbarkeit. Nur 36 Prozent verfügten über vollständig strukturierte, maschinenlesbare Produktdaten.
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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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