Die IFH-Experten unterscheiden in der Studie zwischen zwei Online-Szenarien und zwei Offline-Szenarien. Während die Online-Szenarien "E-Basic 1.0" und "E-Motion 1.0" von weiterhin anhaltend hohen Wachstumsraten im Onlinehandel ausgehen, wird in den Offline Szenarien "Discount 2.0" und "City Revival 2.0" der Onlinehandel zwar weiterhin an Bedeutung gewinnen, aber nur noch abnehmende Wachstumsraten realisieren.
Zwischen Shopping und Freizeitgestaltung
Darüber hinaus wird zwischen einer Discount- und einer Mehrwert-Perspektive unterschieden. Letztere zeichnet sich durch eine verstärkte Markenorientierung, Nachhaltigkeitsbemühungen und die Erschließung neuer Zielgruppen aus. Ein generelles Marktwachstum im Einzelhandel berechnen die IFH-Experten lediglich für das Mehrwert-Szenario "City Revival 2.0". Die Verluste des stationären Einzelhandels liegen in den übrigen drei Szenarien zwischen minus 59 und minus vier Milliarden Euro.
"Der Handel muss sich neu definieren. Der Händler vor Ort wird zum Berater, Animateur, Stylisten oder Gastronomen und bleibt eben auch Verkäufer. Der Handel ist jetzt gefragt, tragfähige Konzepte zu entwickeln und die Weichen für die Zukunft zu stellen", so Boris Hedde, Geschäftsführer des IFH Köln.
Das "IFH-Handelsszenario 2020" basiert auf Zahlenreihen der Jahre 2000 bis 2020 für acht Branchen und beleuchtet die Facetten Handelsformat, Branche, Preislage, Vertikalisierung und Online. Die Studie kann über das IFH Köln bestellt werden.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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