
Supermärkte mit moderaten Zuwächsen
Lebensmittelhändler gewinnen leicht, Discounter verlieren. Nur die Drogeriemärkte freuen sich über ein dickes Umsatzplus: Das Jahr 2009 lief durchwachsen für den Einzelhandel, zeigen die neuen Nielsen-Zahlen.
Demnach entwickelten sich die Discounter im Gegensatz zu den Vorjahren zum ersten Mal nicht positiv – und das, obwohl die Zahl der Filialen den Nielsen-Zahlen zufolge um 2,4 Prozent gestiegen ist. Zudem seien auch die Ausgaben pro Haushalt sowie die Bedarfsdeckung 2009 leicht gesunken. "Es bleibt abzuwarten, wie sich die Discounter zukünftig im Markt positionieren werden", heißt es in der Pressemitteilung des Beratungsunternehmens.
Drogeriemärkte legen zu
Positiv war demnach die Entwicklung der Drogeriemärkte, die ihren Umsatz um 3,1 Prozent steigern konnten und damit besser abschnitten als im Vorjahr (plus 2,1 Prozent). Auch die Verbrauchermärkte konnten sich statistisch gesehen über einen Umsatzzuwachs von 1,8 Prozent freuen. Allerdings stieg parallel die Anzahl an Verkaufsstellen um 4,2 Prozent, so dass die Märkte letztlich flächenbereinigt Umsatz verloren.
Die Supermärkte liegen den Nielsen-Zahlen zufolge 2009 beim Umsatz um 2,8 Prozent unter dem Vorjahreswert, die Filialanzahl verringerte sich um 5,4 Prozent. Der "Abschmelzungsprozess", der sich seit einigen Jahren beobachten lasse – in den vergangenen 4 Jahren ging die Zahl der Geschäfte um fast 20 Prozent zurück – habe sich also auch 2009 fortgesetzt.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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