Verdi droht Neckermann mit Streik

Verdi droht Neckermann mit Streik

Der Kampf um Jobs beim kriselnden Frankfurter Versandhändler Neckermann wird härter. Verdi droht mit einem Streik, um die Forderung nach einem Sozialtarifvertrag durchzusetzen.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Das vom US-Investor Sun Capital beherrschte Handelsunternehmen will zum Jahresende 1.380 von 2.500 Stellen in Frankfurt streichen. Das Management will gegen den Widerstand der Belegschaft den Eigenhandel mit Textilien ebenso aufgeben wie das Zentrallager in Frankfurt. Neckermann will künftig als reiner Online-Versender mit den Schwerpunkten Technik und Möbel agieren.

Kein Abfindungen vorgesehen

Die Beschäftigten stünden vor einer Katastrophe, erklärte der Fachbereichsleiter Handel bei Verdi in Hessen, Bernhard Schiederig. Das Unternehmen habe in den bisherigen Gesprächen klargemacht, dass es den langjährig Beschäftigten keinen Euro Abfindung zahlen wolle, schilderte er die Lage. Neckermann wolle sich auch nicht an einer Transfergesellschaft für die Arbeitnehmer beteiligen.

Mit der Forderung nach einem Sozialtarifvertrag stellt Verdi die ersten Weichen für einen Streik. Die Gewerkschaft könnte nach einem Scheitern der Verhandlungen einen Arbeitskampf beginnen.

Genau am Tag der geplanten Verhandlungen, am 5. Juni 2012, wäre der Unternehmensgründer Josef Neckermann, 100 Jahre alt geworden. Hier finden Sie die Bildergalerie "Neckermann - Ein Traditionsversender baut ab".

dpa, DH

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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