Verdi lässt Amazon nicht in Ruhe

Verdi lässt Amazon nicht in Ruhe

Böse Überraschung für Amazon: Verdi setzt den Streik an den deutschen Standorten des Versandhändlers fort. Dabei soll es nicht bleiben.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Am größten deutschen Standort im hessischen Bad Hersfeld rief die Gewerkschaft dazu auf, vom Beginn der Nachschicht bis zum Ende der Spätschicht am Montagabend erneut die Arbeit ruhen zu lassen. In Bad Hersfeld beteiligten sich nach Verdi-Angaben bis zum Vormittag 300 Beschäftigte an dem Ausstand. Der Streik-Aufruf galt auch für die beiden NRW-Standorte Werne und Rheinberg, wie Verdi mitteilte.

Verdi zeigt sich streiklustig

Die hessische Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke sagte: «Wir setzen da noch einen drauf. Wenn Amazon damit gerechnet hat, dass bei Wochenbeginn wieder Normalität in den Arbeitsablauf kommt, haben sie sich getäuscht.» Amazon müsse immer wieder mit Streiks rechnen.

Mit den Arbeitskämpfen versucht Verdi seit Frühsommer 2013, für die mittlerweile mehr als 11.000 Mitarbeiter des US-Versandhandelsriesen in Deutschland einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels durchzusetzen. Verhandlungen darüber lehnt Amazon aber strikt ab. Das Unternehmen sieht sich als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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