Wer von Schleckers Niedergang profitiert

Wer von Schleckers Niedergang profitiert

Der Absturz von Schlecker bleibt nicht ohne Folgen für den gesamten Einzelhandel. So setzen nicht nur direkte Konkurrenten neuerdings mehr Drogerieprodukte ab.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Aber auch andere Drogerieketten hätten im Januar als Folge der Probleme bei Schlecker zulegen könne, berichtete die GfK. So hätten etwa die Drogeriemarktketten Rossmann und dm im Januar deutlich mehr Umsatz erzielt als im Vorjahresmonat. Vor allem Rossmann habe mit aggressiven Werbekampagnen versucht, dem insolventen Konkurrenten Umsatzanteile abzujagen.

Interessanter Drogeriemarkt

Branchenweit habe allerdings der Markt für Drogeriewaren stagniert. Das liegt nach GfK-Erkenntnissen auch daran, dass das "Schwergewicht Schlecker" bei der Körperpflege und bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln zweistellig Umsatz eingebüßt hat. Die Drogeriekette Schlecker hatte am 23. Januar Insolvenzantrag gestellt, nachdem ein kurzfristiger Zahlungsausfall in zweistelliger Millionenhöhe nicht aufgefangen werden konnte.

Nach Einschätzung der Marktforscher bleibt der Markt für Drogeriewaren für den Handel trotzdem interessant, wie die Absatzentwicklung der vergangenen fünf Jahre zeige. Joachim Stumpf, Geschäftsführer der BBE-Handelsberatung, hatte bereits betont, dass der deutsche Verbraucher Drogeriemärkte zu schätzen wisse.

Während zwischen 2006 und 2011 etwa 3,7 Prozent weniger Molkereiprodukte und 3,1 Prozent weniger Frischwaren verkauft wurden, stieg der Absatz von Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln in diesem Zeitraum um 3,8 Prozent. Der Absatz von Körperpflegeprodukten und Kosmetik legte sogar um 5,7 Prozent zu.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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