
"Wir werfen den Hut in den Ring"
Auch Edeka ist an der Übernahme von Flächen in Woolworth-, Hertie- und Karstadt-Standorten interessiert. Unternehmenschef Markus Mosa bestätigt erste Gespräche. Und er hat große Pläne.
Thomas RehmRedakteurGroße Pläne für Hertie-Häuser
Beim insolventen Warenhauskonzern Hertie, dessen letzte Filialen Mitte August in Deutschland schlossen, kämen diverse Standorte infrage, berichtete Mosa. Die Eigentümer der Immobilien, das britisch-niederländische Unternehmensgeflecht Dawnay Day und Mercatoria Acquisitions (MABV), wollen die Häuser an andere Interessenten vermieten. Edeka kann sich vorstellen, in einer "zweistelligen Zahl von Gebäuden" als Lebensmittelhändler aktiv zu werden.
Auch bei den Karstadt-Warenhäusern, die zum insolventen Handelsunternehmen Arcandor gehören, möchte Edeka mit Filialen selbstständiger Kaufleute reingehen. Die Hamburger bringen sich damit in direkte Konkurrenz zum Rewe-Konzern, der derzeit noch in Karstadt-Häusern vertreten ist.
Viele Interessenten aus dem Handel
Auch die Drogeriekette Schlecker ist an Standorten von Woolworth interessiert. Anfang August meldete das Handelsunternehmen Interesse an der Übernahme von 71 Woolworth-Standorten beim Bundeskartellamt an.
Von den zum Verkauf stehenden Hertie-Häusern hat als einziges Handelsunternehmen bisher Kaufland drei Standorte erworben. Der zur Lidl-Schwarz-Gruppe gehörende SB-Warenhausbetreiber hat die Häuser in Hamburg-Langenhorn, Hamburg-Barmbek sowie Dortmund-Aplerbeck übernommen und will im Oktober das Haus in Duisburg-Walsum kaufen, sagte Christoph Meyer aus der Geschäftsleitung des Immobilienmaklers BNP Paribas Real Estate zu Der Handel. Der Makler ist mit dem Verkauf der meisten Hertie-Objekte betraut.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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