Alte Kassen, neue Funktionen

Alte Kassen, neue Funktionen

Viele Händler wollen ihre Kassensysteme erneuern. Denn die bestehenden sind angesichts neuer Technologien sich ändernder Bezahlgewohnheiten nicht flexibel genug, zeigt die aktuelle Kassenstudie des EHI.

SRSybille RoemerRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Vielseitige Software

Bei der Auswahl neuer Kassensoftware achten die Händler demzufolge vor allem auf die Flexibilität des Systems. Für 61 Prozent der Unternehmen ist die schnelle Anpassbarkeit der Software ein sehr wichtiges Kriterium. Für 46 Prozent sind die notwendigen Omnichannelfunktionen entscheidend.Da selbst in der Bargeld-Bundesrepublik Karten- und kontaktlose Zahlungen wichtiger werden, steht für viele Verantwortlichen der Filial-IT auch die effizientere Abwicklung unbarer Bezahlverfahren auf der To-Do-Liste. In Zukunft möchten 62 Prozent der Befragten den Anteil unbarer Bezahlung weiter erhöhen.Zudem hat sich der Touchscreen als Eingabemedium über die verschiedenen Branchen hinweg etabliert. Künftig wollen alle Unternehmen die durch Berührung gesteuerten Bildschirme einsetzen. 80 Prozent werden laut Umfrage sogar auf eine unterstützende Tastatur verzichten. 60 Prozent haben dabei 15 Zoll große Bildschirme im Einsatz. 44 Prozent sind sogar ganz oder teilweise multitouchfähig, können also mehrere Berührungspunkte gleichzeitig erfassen und sind somit flexibler, was die Bedienmethoden angeht.Die Breitbandanbindung der Filialen an die Zentralen ist im deutschsprachigen Raum weitgehend zum Standard geworden. Insbesondere für Omnichannel-Services ist eine schnelle Kommunikation zwischen Zentrale und Filiale wichtig. 70 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass Sie bereits heute den Datenaustausch in Real-/Neartime vornehmen, 92 Prozent streben dies in der Zukunft an.

Mobile Hardware

Eines der wesentlichen Themen dieser Zeit ist die Mobile Kasse. 69 Prozent planen, den Kassiervorgang künftig auch auf mobilen Geräten abzuwickeln. Bereits heute haben 26 Prozent der befragten Handelsunternehmen mobile Geräte mit Kassenfunktion im Einsatz.Die Verbreitung von unterschiedlichen Self-Checkout- und Self-Scanning-Systemen gewinnt in Deutschland nach Jahren etwas an Dynamik. Bereits heute haben 39 Prozent der Händler solche Systeme im Einsatz. Künftig wollen mehr als die Hälfte (51 Prozent) solche Services anbieten.

An der EHI-Umfrage haben sich 51 Handelsunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz dieser Unternehmen in rund 62.300 Filialen bei rund 226 Milliarden Euro.
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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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