
Teilerfolg für Karstadt-Bieter Berggruen im Mietstreit
Ist das der Anfang vom Ende des Karstadt-Dramas? In London billigte eine wichtige Gläubiger-Gruppe des Konsortiums Highstreet den Mietvertrag mit Karstadt-Bieter Berggruen.
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Ist das der Anfang vom Ende des Karstadt-Dramas? In London billigte eine wichtige Gläubiger-Gruppe des Konsortiums Highstreet den Mietvertrag mit Karstadt-Bieter Berggruen.

In London hat die Sitzung der Gläubiger des Karstadt-Vermieters Highstreet begonnen. Insolvenzverwalter Görg hält auch ein "Liquidationsszenario" bereit.

Schon wieder bricht ein Tag der Wahrheit für Karstadt an: Heute soll der Vermieter Highstreet den Weg für die Zukunft des insolventen Warenhausbetreibers endlich frei machen.

Sie machen Druck, wollen sich aber nicht einmischen: Bislang kamen von den Politikern keine nennenswerten Impulse zur Lösung des Karstadt-Dilemmas.

Beim Karstadt-Vermieter Highstreet spielt auch Mezzanine-Kapital eine Rolle. Nach dpa-Informationen sind rund 1,4 Milliarden Euro dieser Kapitalform in das britische Konsortium geflossen. Aber was ist das genau?

Zocken bis zur letzten Sekunde: Ob Berggruen wirklich den Zuschlag für Karstadt bekommt, wird sich spät herausstellen. Verdi glaubt an den Investor. Doch glauben auch die Highstreet-Gläubiger an Berggruen?

Im Endspurt im Karstadt-Rennen wird der Ton schärfer. In einem offenen Brief attackiert Insolvenzverwalter Görg den Kaufinteressenten Borletti. Der Italiener agiere unlauter, sein Investment komme Karstadt teuer zu stehen.

Das Ende von Karstadt würde auch einen Tochterbetrieb der Rewe treffen, sagt deren Vorstandschef Caparros. Zudem warnt der Franzose vor weiteren Preiskämpfen im Lebensmittelhandel.

Der Bundeswirtschaftsminister mahnt, Verdi fordert, der Investor Borletti zockt - und der Mann, der Karstadt kaufen soll, kämpft: Nicolas Berggruen hat nur noch fünf Tage Zeit, das Unternehmen zu retten.

In dem Kampf um Karstadt hat nun die Deutsche Bank Unterstützung für den Investor Nicolas Berggruen signalisiert. Die Übernahme durch Berggruen sei "die sicherste Lösung", sagte ein Vorstandsmitglied.

Im Bieterstreit um die beste Offerte für den insolventen Karstadt-Konzern mischt sich Aussenseiter Maurizio Borletti wieder ein. Der Insolvenzverwalter reagiert wenig begeistert - und hätte das Angebot fast übersehen.

Das Bieterrennen um Karstadt wird immer spannder: Laut einem Medienbericht will der italienische Geschäftsmann Maurizio Borletti ein besseres Angebot für den Kaufhauskonzern abgeben.