
Görg hält "Liquidationsszenario" für Karstadt bereit
In London hat die Sitzung der Gläubiger des Karstadt-Vermieters Highstreet begonnen. Insolvenzverwalter Görg hält auch ein "Liquidationsszenario" bereit.
Alle Beiträge und Analysen zum Thema „Karstadt".
824 Beiträge

In London hat die Sitzung der Gläubiger des Karstadt-Vermieters Highstreet begonnen. Insolvenzverwalter Görg hält auch ein "Liquidationsszenario" bereit.

Bis zum letzten Moment wird um das Schicksal der insolventen Warenhauskette Karstadt gepokert. Die wichtigsten Fragen zum Drama des Traditionskonzerns.

Ist das der Anfang vom Ende des Karstadt-Dramas? In London billigte eine wichtige Gläubiger-Gruppe des Konsortiums Highstreet den Mietvertrag mit Karstadt-Bieter Berggruen.

Beim Karstadt-Vermieter Highstreet spielt auch Mezzanine-Kapital eine Rolle. Nach dpa-Informationen sind rund 1,4 Milliarden Euro dieser Kapitalform in das britische Konsortium geflossen. Aber was ist das genau?

Im Endspurt im Karstadt-Rennen wird der Ton schärfer. In einem offenen Brief attackiert Insolvenzverwalter Görg den Kaufinteressenten Borletti. Der Italiener agiere unlauter, sein Investment komme Karstadt teuer zu stehen.

Zocken bis zur letzten Sekunde: Ob Berggruen wirklich den Zuschlag für Karstadt bekommt, wird sich spät herausstellen. Verdi glaubt an den Investor. Doch glauben auch die Highstreet-Gläubiger an Berggruen?

Das Ende von Karstadt würde auch einen Tochterbetrieb der Rewe treffen, sagt deren Vorstandschef Caparros. Zudem warnt der Franzose vor weiteren Preiskämpfen im Lebensmittelhandel.

Der Bundeswirtschaftsminister mahnt, Verdi fordert, der Investor Borletti zockt - und der Mann, der Karstadt kaufen soll, kämpft: Nicolas Berggruen hat nur noch fünf Tage Zeit, das Unternehmen zu retten.

In dem Kampf um Karstadt hat nun die Deutsche Bank Unterstützung für den Investor Nicolas Berggruen signalisiert. Die Übernahme durch Berggruen sei "die sicherste Lösung", sagte ein Vorstandsmitglied.

Im Bieterstreit um die beste Offerte für den insolventen Karstadt-Konzern mischt sich Aussenseiter Maurizio Borletti wieder ein. Der Insolvenzverwalter reagiert wenig begeistert - und hätte das Angebot fast übersehen.

Karstadt-Investor Berggruen attackiert die Deutsche Bank. Im Verhandlungspoker um die Warenhausmieten seien Motive des Instituts undurchschaubar. Die Bank gibt sich empört und unschuldig zugleich.