
Karstadt braucht eine Revolution
Karstadt kann gerettet werden. Doch dafür braucht das Unternehmen eine Radikalkur auf der Verkaufsfläche. Ein Kommentar.
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Karstadt kann gerettet werden. Doch dafür braucht das Unternehmen eine Radikalkur auf der Verkaufsfläche. Ein Kommentar.

Der Mietstreit bei Karstadt geht weiter. Derweil hat Verdi eine Anpassung des Sanierungstarifvertrags beschlossen, um den Weg für das Konzept von Investor Berggruen frei zu räumen.

Die Geschichte um die Karstadt-Rettung bekommt eine neue Wendung: Insolvenzverwalter Görg will nicht nur den früheren Arcandor-Chef auf Schadenersatz verklagen. Es geht um Immobilienverkäufe und Vermietungen.

In einer Woche soll der Karstadt-Kaufvertrag besiegelt werden. Doch der Interessent Berggruen möchte mehr Zeit, die Verhandlungen mit Highstreet stocken. Die Valovis-Bank ist das neue Problem.

Nur noch neun Tage bleiben, um Karstadt zu retten. So langsam wird auch die Gewerkschaft Verdi nervös. Vizechefin Mönig-Raane mahnt zur Eile, SPD-Chef Gabriel schießt sich auf den Bundeswirtschaftsminister ein.

Investor Berggruen zahlt für Karstadt nur einen symbolischen Preis, gleiches hätte für die anderen Bieter gegolten. Die Mietverhandlungen bleiben aber zäh - nun soll die Bundesregierung vermitteln.

Es geht hin und her, man redet von "grundsätzlicher Einigung" - aber es bleiben weiterhin Fragen offen. Nun stellt Karstadt-Investor Berggruen eine Forderung an den Vermieter Highstreet.

Der Investor Nicolas Berggruen will Karstadt aufspalten. Die Gewerkschaft Verdi will sicher gehen, dass dabei die Mitbestimmung beim Kaufhausbetreiber gewahrt bleibt.

Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der insolventen Warenhauskette Karstadt durch den Investor Berggruen nun offiziell genehmigt.

Gestern wurde bekannt, dass Karstadt im aktuellen Geschäftsjahr mindestens 40 Millionen Euro Gewinn machen wird. Das wäre jedoch deutlich weniger, als das angebliche Honorar des Insolvenzverwalters.

Von wegen, das Warenhaus ist tot: Karstadt schreibt trotz Insolvenz Gewinn. Und der fällt im aktuellen Geschäftsjahr voraussichtlich sogar höher aus, als der Insolvenzverwalter geplant hatte.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen verkündete heute an der Seite von Verdi das Ende des Mietstreits bei Karstadt und die Rettung des Warenhausbetreibers. derhandel.de war vor Ort.