
Pleitegeier findet weniger Opfer
Gute Nachricht: Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist gesunken. Schlechte Nachricht: Das könnte sich schon 2015 ändern. Davon gehen die Spezialisten von Creditreform aus.
Die Zukunft der Warenhäuser und Kaufhäuser: Karstadt, Kaufhof, Galeria und die Transformation großflächiger Handelsformate.
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Gute Nachricht: Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist gesunken. Schlechte Nachricht: Das könnte sich schon 2015 ändern. Davon gehen die Spezialisten von Creditreform aus.

Aldi greift immer öfter zum Rotstift. Lidl attackiert Spielwaren-Fachgeschäfte und Weinhändler. Deutschland wird seinem Ruf als Billiglebensmittelland 2014 erneut gerecht.

Thomas Krings, Risikovorstand des Warenkreditversicherers Euler Hermes, über eigene Verluste infolge der Schlecker-Pleite, den Strukturwandel im Handel und welche Lehren die Branche aus der Finanzkrise gezogen hat.

Er war ganz oben und fiel tief: Das Drogerieimperium von Anton Schlecker existiert nicht mehr. Trotzdem soll er täglich weiter zur Arbeit gehen. Genaues weiß man nicht. Wie man ohnhin nicht viel weiß über diesen merkwürdigen Mann.

Überraschend ist es nicht, dass Karstadt noch mehr Häuser dichtmachen will. Laut einem Medienbericht sind dabei auch große Filialen. Der Gewerkschaft Verdi kommt bei dem neuen Sanierungskurs aber einiges komisch vor.

Ein halbes Dutzend Karstadt-Filialen stehen vor dem Aus. Die wenigsten sind "echte" Warenhäuser. Doch diese werden wohl folgen, denn Stephan Fanderl, neuer Chef des Unternehmens, sprach von schmerzlichen Entscheidungen - aber auch neuen Konzepten.

Erst sanieren, dann investieren. Das wird auf Karstadt zukommen. Die Mitarbeiter werden auf Opfer vorbereitet, wieder einmal. Es geht dabei auch um Symbolhaftes wie das Weihnachtsgeld.

Bei Schlecker wird weiterhin gearbeitet. Filialen der früheren Drogeriekette gibt es zwar nicht mehr, aber in der Zentrale müssen mehrere Mitarbeiter immer noch die Pleite des Unternehmens aufarbeiten.

Der Karstadt-Belegschaft stehen einschneidende Einsparungen bevor. In einem internen Schreiben an die Mitarbeiter hat Interimschef Miguel Müllenbach tiefe Einschnitte angekündigt. Doch schon jetzt sei es gelungen, die finanzielle Lage des Unternehmens zu verbessern.

Nach und nach kristallisiert sich heraus, wie die Karstadt-Zukunft aussehen könnte: entweder als Erlebnishaus oder als Nahversorger. Filialschließungen sind immer wahrscheinlicher. So, wie es der mögliche neue Chef schon angekündigt hat.

Aldi hat in den zuletzt kräftig die Preise gesenkt - aber das interessiert die Kunden nur bedingt. Der Discounter will nun mit einem ungewohnten Angebot die Konsumenten in seine Läden ziehen.

Der Immobilienexperte Karsten Burbach über die Nachnutzungschancen für Karstadt-Filialen, die geschlossen werden, und was man aus dem Ende der Warenhauskette Hertie lernen kann.