Instacart-Personal-Shopper scannt mit Smartphone ein Supermarktregal für KI-Bestandsdaten
© Black Forest Labs / Flux

Instacart kauft KI-Augen fürs Supermarktregal

2 Min.Aktualisiert am
Teilen

Der US-Lieferdienst Instacart übernimmt laut Pressemitteilung das Computer-Vision-Unternehmen Arpalus, um die Bestandsdaten der angeschlossenen Supermärkte zu schärfen. Arpalus verwandle einen kurzen Video-Scan eines Regals in ein Echtzeit-Abbild und erkenne einzelne Artikel im Schnitt mit über 95 Prozent Genauigkeit, selbst bei schwachem WLAN und dicht gepackten Produkten. Die Technik laufe auf jedem Smartphone, sodass Instacarts „Personal Shopper“ die Regale gleich beim Liefereinkauf erfassen könnten.

Instacart übernimmt Arpalus für präzisere Bestandsdaten im Supermarkt

Der US-Lieferdienst Instacart übernimmt laut Pressemitteilung das Computer-Vision-Unternehmen Arpalus. Ziel der Akquisition ist es, die Bestandsdaten der angeschlossenen Supermärkte zu verbessern und die Verfügbarkeit einzelner Produkte im Regal genauer abzubilden. Im Mittelpunkt steht eine Technologie, die kurze Video-Scans von Supermarktregalen in ein aktuelles, digitales Abbild des Warenbestands verwandelt.

Arpalus setzt dafür auf Computer Vision und erkennt einzelne Artikel nach Unternehmensangaben im Schnitt mit einer Genauigkeit von mehr als 95 Prozent. Die Lösung ist darauf ausgelegt, auch unter schwierigen Bedingungen zu funktionieren: Dazu zählen schwaches WLAN ebenso wie dicht gepackte Regale, in denen Produkte eng nebeneinanderstehen. Damit adressiert die Technologie ein zentrales Problem im Online-Lebensmittelhandel: Bestandsdaten müssen möglichst präzise sein, damit Kundinnen und Kunden verlässlicher sehen können, welche Artikel tatsächlich verfügbar sind.

Ein wichtiger Aspekt der Lösung ist ihre niedrige technische Einstiegshürde. Die Technik läuft auf jedem Smartphone. Dadurch können Instacarts „Personal Shopper“ die Regale direkt während des regulären Liefereinkaufs erfassen. Ein kurzer Video-Scan genügt, um die Regalfläche zu analysieren und in Echtzeit ein genaueres Bild der vorhandenen Artikel zu erzeugen. Für Instacart entsteht so die Möglichkeit, vorhandene Einkaufsprozesse mit zusätzlichen Bestandsinformationen zu verbinden, ohne auf spezielle Hardware angewiesen zu sein.

Die Übernahme von Arpalus unterstreicht Instacarts Fokus auf aktuellere und verlässlichere Daten entlang des Einkaufsprozesses. Je genauer das System erkennt, welche Produkte in den Regalen stehen, desto besser lassen sich digitale Warenkörbe mit der tatsächlichen Verfügbarkeit im Markt abgleichen. Besonders im Lebensmittelhandel, in dem Sortimente, Regalzustände und Lagerbestände häufig variieren, kann ein Echtzeit-Abbild der Regale einen wesentlichen Beitrag zu präziseren Informationen leisten.

Mit Arpalus erweitert Instacart seine technologischen Möglichkeiten im Bereich der Regal- und Bestandsanalyse. Die Kombination aus Smartphone-basierter Erfassung, hoher Erkennungsgenauigkeit und Echtzeit-Verarbeitung soll dazu beitragen, die Datenqualität in angeschlossenen Supermärkten zu schärfen und die Abläufe beim Liefereinkauf stärker mit aktuellen Informationen aus dem Markt zu verknüpfen.

Teilen

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

10.800+ Entscheider lesen das Morning Briefing · ≈ 50 % Öffnungsrate

  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.