Amazon Business hat im zweiten Quartal einen Bruttoumsatz von 60 Mrd. Dollar erreicht, meldet Channelx.world. Weltweit kauften inzwischen mehr als elf Mio. Organisationen über die Beschaffungsplattform ein, vom Krankenhaus bis zum Hotelkonzern. Zwei neue KI-Werkzeuge sollen helfen: „Savings Insights“ durchleuchte das Ausgabeverhalten und schlage Mengenrabatte oder Nachbestellungen vor, während „Spend Anomaly Monitoring“ bei ungewöhnlichen Käufen Alarm schlage.
Amazon Business wächst zur globalen Beschaffungsplattform
Amazon Business hat im zweiten Quartal einen annualisierten Bruttoumsatz von 60 Mrd. Dollar erreicht, meldet Channelx.world. Weltweit nutzen inzwischen mehr als elf Millionen Organisationen die Plattform, um ihren betrieblichen Einkauf zu bündeln – darunter Krankenhäuser, Schulen, Fabriken, Hotels sowie große Unternehmen wie Citi, Marriott International und Carnival Corporation.
Seit dem Start in den USA im Jahr 2015 ist Amazon Business in elf Ländern aktiv, darunter Großbritannien. Allein in der ersten Jahreshälfte 2026 kamen mehr als 1,8 Mio. neue Organisationen als Kunden hinzu. Das Angebot richtet sich sowohl an große Konzerne als auch an hunderttausende kleine Unternehmen und soll Beschaffungsprozesse vereinfachen: Produktsuche, Genehmigungen und Nachbestellungen, die früher Stunden dauern konnten, lassen sich laut Amazon heute in Minuten erledigen.
Im Zentrum steht ein Einkaufserlebnis, das die Einfachheit des privaten Online-Shoppings mit geschäftlichen Anforderungen verbindet. Dazu zählen eine breite Auswahl, schnelle und verlässliche Lieferung, niedrige Alltagspreise, exklusive Geschäftskonditionen, Mengenrabatte sowie Kontroll- und Transparenzfunktionen für Einkaufsrichtlinien und Ausgaben. Für Unternehmen, die Kosten senken und interne Abläufe straffen wollen, positioniert sich Amazon Business damit als Plattform zur Konsolidierung von Lieferanten und Bestellungen.
Besonders betont Amazon neue KI-gestützte Funktionen für datenbasierte Einkaufsentscheidungen. „Savings Insights“ analysiert das Ausgabeverhalten und schlägt Sparmöglichkeiten wie Mengenrabatte oder wiederkehrende Bestellungen vor. „Spend Anomaly Monitoring“ warnt Teams bei ungewöhnlichen Käufen, um Fehler oder überhöhte Ausgaben früh zu erkennen. Diese Werkzeuge sollen Organisationen helfen, Einsparpotenziale schneller zu identifizieren und Beschaffung besser zu steuern.
Parallel baut Amazon Business die Sortimentsbreite aus. Kunden haben weltweit Zugriff auf hunderte Millionen Produkte; die Auswahl ist im Vergleich zum Vorjahr um nahezu 30 Prozent gewachsen. Genannt werden unter anderem Reparaturwerkzeuge, Büromöbel, Laborbedarf, Batterien, Schweißausrüstung, Autoteile und Bürobedarf. Getragen wird dieses Sortiment von einem Netzwerk aus Millionen Verkäufern weltweit, darunter viele kleine und mittelständische Unternehmen.
Für Amazon ist das Wachstum ein Signal dafür, dass Organisationen ihre Beschaffung zunehmend digitalisieren und vereinfachen wollen. Die Plattform kombiniert Auswahl, Preisvorteile, Lieferfähigkeit und Ausgabenkontrolle mit neuen Analysefunktionen – und soll Unternehmen dabei unterstützen, Zeit und Kosten zu sparen, ohne Einkaufsprozesse über zahlreiche einzelne Anbieter zu verteilen.
