3D-Illustration: Umsatzanteil wird aus offenem KI-Modell abgezweigt
© Black Forest Labs / Flux

Alibaba will für seine KI Umsatzbeteiligung

Alibaba will von großen kommerziellen Nutzern seines kommenden KI-Modells Qwen3.8-Max einen Teil der damit erzielten Umsätze abschöpfen, berichtet Techinasia.com. Die neuen Konditionen sollen mit dem Start nächste Woche greifen. Bislang liefen viele Qwen-Versionen unter offener Apache-Lizenz. Moonshot verlange bei seinem Modell Kimi K3 ab 20 Mio. Dollar Jahresumsatz bereits bis zu 30 Prozent.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.
Teilen

Alibaba plant Umsatzbeteiligung für Qwen3.8-Max

Alibaba will bei seinem kommenden KI-Modell Qwen3.8-Max offenbar ein neues kommerzielles Lizenzmodell einführen. Große gewerbliche Nutzer sollen künftig einen Teil der erzielten Erlöse abgeben, wenn sie mit Anwendungen auf Basis des Modells Einnahmen generieren. Die neuen Konditionen sollen nach dem Start in der kommenden Woche gelten, berichtet Techinasia.com.

Der Schritt wäre eine deutliche Verschiebung gegenüber der bisherigen Praxis. Viele Versionen der Qwen-Reihe liefen bislang unter einer offenen Apache-Lizenz und konnten damit vergleichsweise frei eingesetzt werden. Mit Qwen3.8-Max würde Alibaba bei großen kommerziellen Anwendern stärker an der Wertschöpfung beteiligt werden, die auf Grundlage des Modells entsteht. Für Unternehmen, die KI-Produkte oder KI-gestützte Dienste entwickeln, rücken damit Lizenzbedingungen und Erlösmodelle stärker in den Mittelpunkt der Planung.

Der Bericht ordnet Alibabas Vorstoß in einen Markt ein, in dem Anbieter leistungsfähiger Modelle zunehmend nach Wegen suchen, ihre Technologie nicht nur über Zugriff, Infrastruktur oder Servicepakete, sondern auch über die wirtschaftliche Nutzung durch Dritte zu monetarisieren. Als Vergleich wird Moonshot genannt: Bei dessen Modell Kimi K3 können ab einem Jahresumsatz von 20 Mio. Dollar bereits bis zu 30 Prozent Umsatzbeteiligung fällig werden. Damit wird sichtbar, dass die kommerzielle Nutzung offener oder offen wirkender Modelle nicht zwangsläufig dauerhaft ohne zusätzliche Beteiligungsmodelle bleibt.

Für große Nutzer von Qwen3.8-Max dürfte entscheidend sein, wie Alibaba die Schwellenwerte, Berechnungsgrundlagen und Anwendungsfälle konkret definiert. Aus dem Bericht geht hervor, dass sich die geplante Beteiligung auf große kommerzielle Anwender bezieht; Details zur genauen Höhe nennt der vorliegende Input nicht. Klar ist jedoch: Wer auf Qwen3.8-Max aufbauen will, muss künftig nicht nur technische Leistungsfähigkeit bewerten, sondern auch die möglichen Auswirkungen auf Umsätze, Margen und Geschäftsmodelle. Der geplante Start markiert damit einen wichtigen Testfall für die Frage, wie offen verfügbare KI-Modelle im kommerziellen Einsatz künftig bepreist werden.

Teilen
Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.