Personal Shopper wählt und scannt frische Lebensmittel im modernen Supermarkt für Lieferdienst
© Black Forest Labs / Flux

Instacart legt dank Werbung zweistellig zu

Instacart hat sein Bruttowarenvolumen im zweiten Quartal um 14 Prozent auf 10,35 Mrd. Dollar gesteigert, meldet Retail-News.de. Der Umsatz sei im gleichen Tempo auf 1,04 Mrd. Dollar geklettert, das Werbegeschäft war mit plus 16 Prozent noch flotter. Der operative Cashflow habe sich auf 493 Mio. Dollar mehr als verdoppelt, die Bestellungen seien um neun Prozent gestiegen. Als erster Lebensmittelpartner docke Instacart zudem an Googles Gemini-KI an.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
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Instacart wächst im zweiten Quartal zweistellig

Instacart hat seinen Wachstumskurs im zweiten Quartal 2026 fortgesetzt und zentrale Kennzahlen deutlich verbessert. Das Bruttowarenvolumen stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 14 Prozent auf 10,35 Milliarden US-Dollar, der Umsatz legte im gleichen Tempo auf 1,04 Milliarden US-Dollar zu. Besonders dynamisch entwickelte sich das Werbegeschäft, dessen Erlöse um 16 Prozent wuchsen und damit schneller zulegten als das Handelsvolumen. Darüber berichtet auch Retail-News.de.

Auf der Ergebnisseite zeigt sich ein gemischtes, insgesamt aber robustes Bild. Der Nettogewinn nach GAAP belief sich auf 111 Millionen US-Dollar und lag leicht unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig verbesserte Instacart das bereinigte EBITDA um 19 Prozent auf 313 Millionen US-Dollar. Besonders stark fiel der operative Cashflow aus: Er hat sich auf 493 Millionen US-Dollar mehr als verdoppelt. Der freie Cashflow erreichte 480 Millionen US-Dollar.

Auch im operativen Geschäft blieb die Plattform auf Expansionskurs. Die Zahl der Bestellungen erhöhte sich um neun Prozent auf 90,3 Millionen. Nach Angaben des Unternehmens wurden über die vergangenen drei Quartale so viele Neukunden gewonnen wie seit 2022 nicht mehr. Parallel investiert Instacart weiter in personalisierte Einkaufserlebnisse, darunter Gesundheitskennzeichnungen, Nährwertbewertungen und KI-gestützte Produktempfehlungen. Damit positioniert sich das Unternehmen stärker als datengetriebene Plattform für digitale Lebensmitteleinkäufe.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Technologieangebote für Händler. Neue Partner wie Stew Leonard’s, The Save Mart Companies, Woodman’s und Harmon’s setzen künftig auf Instacarts Lösungen für Analysen oder digitale Einkaufsassistenten. Zudem wurde die Plattform als erster Lebensmittelpartner in Googles Gemini-KI integriert. Nutzer können dadurch ihren Einkauf per natürlicher Sprache zusammenstellen — ein Schritt, der Instacart im Umfeld von Google und sprachbasierten Einkaufserlebnissen strategisch sichtbarer macht.

Auch das Enterprise-Geschäft gewinnt an Breite. Weitere Händler führen Instacarts Storefront-Pro-Plattform ein, während Technologien wie Caper Smart Carts und FoodStorm bei zusätzlichen Einzelhändlern für digitale Bestellprozesse ausgerollt werden. Zugleich erweitern neue Partner wie Ace Hardware, Tractor Supply Company und World Market das Angebot auf dem Marktplatz. Für Lebensmittel-Lieferdienste zeigt sich damit, wie stark Plattformgeschäft, Händlertechnologie und Werbeerlöse inzwischen ineinandergreifen.

Für das dritte Quartal 2026 erwartet Instacart ein Bruttowarenvolumen zwischen 10,3 und 10,55 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 320 und 340 Millionen US-Dollar liegen. Das Unternehmen rechnet damit, dass sowohl Handelsvolumen als auch operativer Gewinn erneut zweistellig gegenüber dem Vorjahr wachsen. Der Ausblick unterstreicht den Anspruch, profitables Wachstum mit technologischer Weiterentwicklung zu verbinden.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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