YouTube ändert ab Februar 2027 den Einstieg in Werbe- und Premium-Erlöse. Für laufende Shorts-Einnahmen gilt eine separate Schwelle. Bestehende Partner müssen neue Bedingungen prüfen.
Korrigiert am 11. September 2026: Eintrittshürden und laufende Shorts-Erlöse werden nun getrennt dargestellt.
YouTube ändert zum 1. Februar 2027 die Regeln für sein Partnerprogramm. Für Händler mit eigenen monetarisierten Kanälen und für die Zusammenarbeit mit Creatorn ist entscheidend, welche Einnahmeart betroffen ist. Die offizielle Änderungsübersicht von YouTube unterscheidet neue Bewerber von bestehenden Partnern.
Neue Bewerber: 8.000 Stunden oder 20 Millionen Shorts-Aufrufe
Für den Einstieg in die Werbe- und Premium-Erlösbeteiligung benötigen neue Bewerber weiterhin 1.000 Abonnenten. Hinzu kommen ab Februar entweder 8.000 qualifizierte Wiedergabestunden in 365 Tagen oder 20 Millionen qualifizierte Shorts-Aufrufe in 90 Tagen. Der Status bereits aufgenommener Partner wird durch diese neuen Einstiegsschwellen nicht verändert.
Laufende Shorts-Erlöse haben eine eigene Schwelle
Für Einnahmen aus dem Shorts Creator Pool müssen Creator künftig 10 Millionen qualifizierte Shorts-Aufrufe innerhalb von 90 Tagen halten. Wer darunter liegt, bleibt im Partnerprogramm; andere Einnahmen, insbesondere aus längeren Videos, entfallen dadurch nicht automatisch. Diese laufende Erlösschwelle ist nicht mit der Eintrittshürde für neue Bewerber gleichzusetzen.
Neue Bedingungen bis Ende Januar prüfen
YouTube verlangt die Annahme der aktualisierten Bedingungen in YouTube Studio bis 31. Januar 2027, damit die zugehörigen Monetarisierungsfunktionen weiter genutzt werden können. Die Unternehmensankündigung vom 10. August 2026 beschreibt außerdem zusätzliche Verdienstmöglichkeiten und die Ausweitung von Premium Lite.
Redaktionelle Einordnung: Händler sollten Erlöse aus Shorts, längeren Videos und anderen Funktionen getrennt planen. Bei Creator-Kooperationen ist zu klären, ob sich das Vergütungsmodell auf Plattformerlöse, eine feste Bezahlung oder messbare Verkäufe stützt. Aus einer geänderten YouTube-Schwelle allein lässt sich weder die Qualität eines Creators noch der Nutzen einer Kooperation ableiten.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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