Mitarbeiter scannt Pakete im modernen Versandlager für Online-Apotheke DocMorris
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DocMorris rückt näher an schwarze Null

DocMorris hat laut Ad hoc-Mitteilung im ersten Halbjahr den Außenumsatz um 12,5 Prozent auf 627,8 Mio. Franken gesteigert und hebt die Jahresprognose an. Das Rezeptgeschäft sei um 38,3 Prozent gewachsen, die Digital Services rund um TeleClinic, Retail Media und den Marktplatz um 71,4 Prozent. Das bereinigte Ebitda habe sich um 17,9 Mio. auf minus 10,9 Mio. CHF verbessert.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
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DocMorris erhöht nach starkem Halbjahr den Ausblick für 2026

DocMorris hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich zugelegt und hebt nach einer starken Entwicklung in zentralen Geschäftsbereichen die Jahresprognose an. Laut Ad hoc-Mitteilung stieg der Außenumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,5 Prozent auf 627,8 Mio. Franken. Der Umsatz erhöhte sich um 13,4 Prozent auf 599,2 Mio. Franken. Das Unternehmen verweist auf Beiträge aus allen Segmenten und Geschäftsbereichen.

Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten. Der Rx-Umsatz wuchs im ersten Halbjahr um 38,3 Prozent, im zweiten Quartal sogar um 45,8 Prozent. DocMorris führt dies auf eine stärkere Kundenbindung, höhere Wiederbestellraten und eine erhebliche Zunahme neuer Kundinnen und Kunden zurück. Die Zahl der aktiven Rx-Kunden stieg vom ersten zum zweiten Quartal um 7,1 Prozent; gegenüber dem Vorjahr lag der Zuwachs bei 15,6 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen nun ein Rx-Wachstum von rund 40 Prozent statt bisher rund 20 Prozent.

Auch die Digital Services rund um TeleClinic, Retail Media und Marktplatz legten kräftig zu. Der Bereich verzeichnete ein Umsatzplus von 71,4 Prozent und eine Verdopplung des EBITDA. Im zweiten Quartal lag das Wachstum bei 80,0 Prozent. Im Non-Rx-Geschäft stieg der Umsatz insgesamt um 6,6 Prozent; der OTC-Umsatz nahm planmäßig um 4,0 Prozent zu. Für die Digital Services stellt DocMorris für das Gesamtjahr ein Wachstum von mehr als 50 Prozent in Aussicht.

Operativ verbesserte sich die Ergebnissituation spürbar. Das bereinigte EBITDA legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,9 Mio. Franken zu und lag bei minus 10,9 Mio. Franken. Sequenziell verbesserte sich das bereinigte EBITDA vom ersten auf das zweite Quartal von minus 6,3 Mio. auf minus 4,6 Mio. Franken. Das ausgewiesene EBITDA von minus 20,0 Mio. Franken enthält einmalige außerordentliche Kosten von 7,6 Mio. Franken, unter anderem für die Umsetzung der AI-First-Strategie und die Schließung des Standorts Ludwigshafen.

Nach Angaben von CFO Daniel Wüest trugen eine bessere Effizienz im Marketing des Rx-Bereichs sowie höhere Ergebnisbeiträge der Digital Services zur Entwicklung bei. Die Sondereffekte sollen im zweiten Halbjahr durch daraus resultierende Kosteneinsparungen weitgehend kompensiert werden. Das Unternehmen sieht sich zudem durch das Ergebnis des ersten Halbjahres und die ersten Wochen des dritten Quartals darin bestätigt, in der zweiten Jahreshälfte den EBITDA-Breakeven erreichen zu können.

CEO Walter Hess bewertet die Entwicklung als Ausdruck gestiegener Umsatzdynamik und operativer Effizienz in allen Bereichen. Die stärkere Neukundengewinnung im Rx-Geschäft sowie der Ausbau der Digital Services bilden die Grundlage für eine angehobene Prognose für Umsatz und bereinigtes EBITDA im Gesamtjahr 2026. Damit positioniert sich DocMorris nach dem ersten Halbjahr mit verbessertem Ausblick, weiterhin wachsendem Rezeptgeschäft und deutlich stärkerem Digitalgeschäft.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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