Logistikmitarbeiterin prüft Lieferungen an ruhigem Verladehof im Morgenlicht
© Black Forest Labs / Flux

Geschäftsklima verbessert sich weiter

Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im August auf 88,8 Punkte, nach 86,7 im Juli. Auch die Händler bewerteten ihre laufenden Geschäfte besser, die Erwartungen setzten die Aufwärtsbewegung fort; im Großhandel kletterte die Stimmung deutlicher als im Einzelhandel. IT-Dienstleister zeigten sich ebenfalls optimistischer, nur in Transport und Logistik bleibe die Lage schwierig.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
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Geschäftsklima in Deutschland hellt sich weiter auf

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im August spürbar verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 88,8 Punkte, nach 86,7 Punkten im Juli. Die befragten Unternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Erwartungen günstiger als zuvor. Zugleich nahm die Unsicherheit weiter ab. Nach Einschätzung des ifo Instituts deutet dies darauf hin, dass sich die deutsche Wirtschaft trotz des erneuten Anstiegs der Energiepreise weiter erholt.

Besonders deutlich fiel die Verbesserung im Verarbeitenden Gewerbe aus. Dort beurteilten die Unternehmen ihre laufenden Geschäfte erheblich besser, während die Erwartungen von weniger Skepsis geprägt waren. Für die kommenden drei Monate rechnen die Firmen mit einer steigenden Produktion. Ein Belastungsfaktor bleibt jedoch die Auftragslage: Mit ihr zeigen sich die Unternehmen nach wie vor unzufrieden. Die Erholung in der Industrie bleibt damit sichtbar, aber noch nicht frei von strukturellen Bremsspuren.

Auch im Dienstleistungssektor verbesserte sich das Geschäftsklima. Die Erwartungen hellten sich weiter auf, und die aktuelle Geschäftslage wurde positiver eingeschätzt. Besonders IT-Dienstleister äußerten sich zuversichtlicher. Anders stellt sich die Situation im Bereich Transport und Logistik dar: Dort bleibt die Lage schwierig. Damit zeigt sich innerhalb des Dienstleistungssektors ein uneinheitliches Bild, bei dem digitale Dienstleistungen deutlich robuster wirken als transportnahe Geschäftsmodelle.

Im Handel legte der Indikator ebenfalls zu. Die Händler zeigten sich zufriedener mit den laufenden Geschäften, während ihre Erwartungen die bereits zuvor erkennbare Aufwärtsbewegung fortsetzten. Besonders im Großhandel machte die Stimmung einen deutlichen Sprung nach oben; im Einzelhandel fiel die Verbesserung weniger kräftig aus. Für den Handel ist das Signal dennoch relevant, weil bessere Lageurteile und optimistischere Erwartungen auf eine breitere Stabilisierung hindeuten.

Im Bauhauptgewerbe stieg der Index ebenfalls. Ausschlaggebend waren vor allem merklich weniger pessimistische Erwartungen. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage wurden hingegen leicht nach unten korrigiert. Insgesamt zeichnet die Umfrage damit ein Bild vorsichtiger Erholung: Viele Unternehmen blicken wieder zuversichtlicher nach vorn, doch einzelne Branchen bleiben belastet. Der Anstieg des ifo Geschäftsklimas steht deshalb weniger für einen durchgehenden Aufschwung als für eine spürbare Aufhellung der wirtschaftlichen Perspektiven.

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David Wöllenstein
RedaktionDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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