Junge Frau öffnet in Phnom Penh ein Paket aus Online-Shopping bei Taobao
© Black Forest Labs / Flux

Junge Kambodschaner kaufen bei Taobao

Kambodschas Gen Z kauft am liebsten bei Taobao ein, zitiert Kiripost.com eine Umfrage von Prestige Alliance. Bei den 60 Prozent Online-Shoppern komme die Alibaba-Plattform Taobao mit 23,3 Prozent auf die meisten Stimmen, denn der Preis schlage die Lieferzeit. Den Hunger decke man mit Foodpanda und Grab ab, am meisten vertraut werde Aeon online und Amazon, für Second-Hand gäbe es Khmer24 und für die Mode Shein und Lazada. Doch die Vorlieben würden geprüft: 40,8 Prozent recherchierten vor einem Kauf selbst im Netz.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
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Kambodschas Gen Z kauft digital – und besonders preisbewusst

Kambodschas junge Konsumentinnen und Konsumenten verlagern ihren Einkauf zunehmend ins Netz. Wie Kiripost.com unter Berufung auf eine Umfrage von Prestige Alliance berichtet, nutzen 60,6 Prozent der Befragten E-Commerce-Plattformen. Der wichtigste Treiber ist dabei nicht die schnellste Lieferung, sondern ein Mix aus niedrigen Preisen, Bequemlichkeit und Vertrauen. Besonders deutlich zeigt sich das an Taobao: Die Alibaba-Plattform kommt unter den Online-Shoppern auf 23,3 Prozent der Stimmen und liegt damit an der Spitze der bevorzugten Anbieter.

Die Ergebnisse zeichnen ein differenziertes Bild des digitalen Einkaufsverhaltens. Taobao profitiert vor allem davon, dass für viele Käuferinnen und Käufer der Preis stärker zählt als die Lieferzeit. Damit setzt sich die Plattform in einem Markt durch, in dem internationale Anbieter, lokale Dienste und Social-Commerce-Kanäle parallel um Aufmerksamkeit konkurrieren. Für Marken und Händler ist das ein klares Signal: Wer die Gen Z in Kambodscha erreichen will, muss Preisvorteile sichtbar machen und zugleich Vertrauen in Angebot, Bestellprozess und Lieferung schaffen.

Je nach Bedarf greifen junge Konsumenten auf unterschiedliche Plattformen zurück. Für Essenslieferungen spielen Foodpanda und Grab eine zentrale Rolle. Beim Vertrauen liegen Aeon online und Amazon vorne. Für Second-Hand-Angebote wird Khmer24 genannt, während Shein und Lazada besonders im Modeumfeld relevant sind. Der Markt ist damit nicht von einer einzigen Einkaufslogik geprägt, sondern von klaren Nutzungssituationen: Essen, Mode, gebrauchte Waren und vertrauenswürdige Anbieter werden jeweils unterschiedlich bewertet.

Gleichzeitig wächst die Bedeutung von Social Commerce. Plattformen wie Facebook, TikTok und Telegram spielen eine zunehmend wichtige Rolle im Kaufprozess. Sie sind nicht nur Kanäle für Inspiration und Kommunikation, sondern werden auch Teil der Produktsuche und Kaufanbahnung. Gerade für eine junge Zielgruppe, die digitale Plattformen selbstverständlich nutzt, verschmelzen damit Unterhaltung, Austausch und Shopping stärker als in klassischen Online-Shops.

Bemerkenswert ist jedoch, dass die Kaufentscheidungen nicht unkritisch erfolgen. Laut Umfrage recherchieren 40,8 Prozent vor dem Kauf selbst im Netz. Die Gen Z sucht also nicht nur nach günstigen Angeboten, sondern prüft Alternativen, Anbieter und Informationen eigenständig. Das spricht für ein zunehmend reflektiertes digitales Konsumverhalten, bei dem Preisattraktivität zwar wichtig bleibt, aber nicht allein entscheidet.

Für den kambodschanischen Onlinehandel entsteht daraus ein anspruchsvolles Umfeld. Plattformen müssen günstig, bequem und glaubwürdig sein; zugleich müssen sie dort präsent sein, wo junge Menschen Informationen suchen und Empfehlungen wahrnehmen. Taobaos starke Position zeigt, wie groß die Wirkung attraktiver Preise ist. Die breite Nutzung weiterer Dienste macht aber ebenso deutlich: Kambodschas Gen Z kauft digital, vergleicht aktiv und verteilt ihr Vertrauen je nach Kategorie auf unterschiedliche Anbieter.

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Thomas Rehm
RedaktionThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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