Illustration: gestapelte Projekt-Würfel stauen sich vor einem Glastor, nur einer schafft den Durchbruch
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85 Prozent der KI-Projekte im Marketing floppen

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KI steht bei Marketingentscheidern im DACH-Raum ganz oben auf der Prioritätenliste, doch bis zu 85 Prozent der Projekte scheitern, zitiert T3N.de den „Marketing Tech Monitor 2026“. Hauptgründe seien lückenhaftes fachliches Verständnis (56 Prozent) und zu viele parallele Projekte. Allein 2026 summierten sich die so sinnlos investierten IT-Ausgaben im DACH-Raum auf über 21 Mrd. Euro. 45 Prozent der Unternehmen kämen nie über die Pilotphase hinaus.

KI-Projekte im DACH-Marketing: hohe Priorität, schwache Umsetzung

KI steht bei Marketingentscheidern im DACH-Raum weit oben auf der Agenda. Der „Marketing Tech Monitor 2026“, über den T3N.de berichtet, zeigt jedoch eine deutliche Lücke zwischen strategischem Anspruch und operativer Realität. Bis zu 85 Prozent der Projekte scheitern. Als zentrale Ursachen nennen die Befragten vor allem lückenhaftes fachliches Verständnis mit 56 Prozent sowie zu viele parallel laufende Vorhaben. Allein 2026 summieren sich die dadurch sinnlos investierten IT-Ausgaben im DACH-Raum auf mehr als 21 Milliarden Euro.

Die Befragung von rund 1.600 Entscheidern in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstreicht den hohen Stellenwert der Technologie. Für die Mehrheit der CMOs und Digitalverantwortlichen zählt KI zu den strategischen Prioritäten, noch vor etablierten Themen wie CRM. Auf Platz eins setzen sie allerdings nur 30 Prozent. Das verweist auf eine ambivalente Lage: Der Hype erzeugt Handlungsdruck, doch viele Organisationen behandeln KI weiterhin als klassisches IT-Projekt.

Warum viele Vorhaben in der Pilotphase stecken bleiben

Der eigentliche Wandel betrifft Entscheidungsprozesse, Arbeitsweisen und Verantwortlichkeiten in Marketing und Vertrieb. In der Praxis wird KI jedoch häufig auf Automatisierung reduziert. Sie schreibt Texte, erstellt Präsentationen oder unterstützt operative Routinen. Der Blick auf veränderte Wertschöpfungsketten, neue Organisationsmodelle und einen „AI Native Marketing und Sales“-Ansatz bleibt dadurch oft aus.

Hinzu kommt eine strukturelle Schwäche: Viele Unternehmen verfügen weiterhin nicht über eine durchgängige Daten- und Kontextarchitektur. Trotz jahrelanger CRM-Debatten fehlen damit oft die Voraussetzungen, um KI über einzelne Experimente hinaus produktiv zu nutzen. Die Folge ist eine wiederkehrende Ernüchterung nach euphorischen Starts. Laut Monitor kommen 45 Prozent der Unternehmen nie über die Pilotphase hinaus.

Prozesseffizienz liefert derzeit die schnellere Rendite

Erfolgreiche Unternehmen setzen zunächst dort an, wo KI unmittelbar Wirkung entfalten kann: bei der Prozesseffizienz. Bevor komplexe Szenarien wie Hyperpersonalisierung in Echtzeit realistisch werden, stehen Grundlagen im Vordergrund. Dazu zählen Know-how-Aufbau, Datenaggregation und stabile Abläufe. Derzeit dominieren deshalb naheliegende Anwendungen wie Content-Management mit 87 Prozent, die Analyse der Kundenkommunikation mit 77 Prozent sowie Conversational AI im Kundenservice mit 71 Prozent.

Höherwertige Anwendungen wie Marketing-Mix-Modelling zur Budget- und Kanaloptimierung bleiben dagegen selten und werden bislang vor allem in Einzelprojekten umgesetzt. Der Befund ist klar: Prozesseffizienz schlägt derzeit komplexere datengetriebene Optimierung. Unternehmen erzielen ihre KI-Rendite vor allem dort, wo Abläufe beschleunigt, Inhalte automatisiert und Kommunikation ausgewertet werden können.

Vom Hype zur belastbaren Umsetzung

Die Studie zeichnet damit kein Bild fehlenden Interesses, sondern eines Umsetzungsproblems. KI ist strategisch gesetzt, doch vielen Organisationen fehlen fachliches Verständnis, klare Priorisierung und belastbare Datenstrukturen. Zu viele Projekte laufen gleichzeitig, während der organisatorische Umbau nur langsam vorankommt. Der nächste Prüfpunkt liegt damit weniger in neuen Tools als in der Fähigkeit, Pilotvorhaben in tragfähige Prozesse zu überführen — bei aktuell über 21 Milliarden Euro fehlgeleiteten IT-Ausgaben im DACH-Raum.

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