
Wenn der KI-Ratgeber zur Haftungsfalle wird
Ein zerstörtes Sesamfeld zeigt, was im Shop schnell teuer wird: KI-Beratung braucht Grenzen, geprüfte Daten und den Mut zur menschlichen Eskalation.
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Ein zerstörtes Sesamfeld zeigt, was im Shop schnell teuer wird: KI-Beratung braucht Grenzen, geprüfte Daten und den Mut zur menschlichen Eskalation.

Bei einem Vergleich von Beschwerden über die fünf großen Paketdienstleister hat sich vor allem die Antwortquote verbessert, ermittelte Reklamation24.de. Bei GLS sei sie von 18 auf 24 Prozent gestiegen, bei UPS von 31 auf 46 Prozent, bei DHL und Hermes sei sie bei perfekten 100 Prozent geblieben. Bei der Lösung habe UPS mit 57 Prozent die Nase vorn, gefolgt von Hermes (56 Prozent) und DPD (42 Prozent). Bei der Kundenservice-Note hätte es zehn Punkte zu sammeln gegeben, doch nur Hermes habe drei Punkte geschafft – alle anderen noch weniger.

Airbnb entwickelt neue Funktionen dank KI deutlich schneller, verzichtet im Kundeninterface aber noch auf große Sprünge, berichtet Techcrunch.com. Die Zeit vom Konzept bis zum Launch sei um 60 Prozent gesunken, KI schreibe inzwischen 60 Prozent des Codes. Im Moment teste das Unternehmen eine KI-Suche, die auf natürliche Spracheingabe und visuelle Ergebnisse setze. Der Support-Bot decke über 50 Sprachen ab und löse knapp 45 Prozent der Fälle ohne menschliches Zutun.

Uber entlässt rund zehn Prozent seines Kundenservice-Teams und verweist zur Begründung auf Künstliche Intelligenz, meldet Businessinsider.com. Beschäftigte, die noch im Home Office arbeiteten, müssten in eine Stadt mit Uber-Büro ziehen und dort drei Tage wöchentlich arbeiten. KI biete die Chance, Kundenlösungen schneller zu skalieren, so das Unternehmen, doch taugten fragmentierte Prozesse nicht als Fundament.

Der Kundenservice im E-Commerce muss besser sein als im stationären Handel – nicht nur, um das fehlende Persönliche wettzumachen, sondern auch, um zu einem überzeugenden Alleinstellungsmerkmal zu werden. Alexander Graf und Holger Schneider erklären in diesem Deep Dive zu ihrem Buch „Das E-Commerce-Buch", wie es geht.

Weltweit und vor allem in Deutschland suchen immer mehr Verbraucher über einen Messenger-Dienst den direkten Kontakt zu einem Unternehmen. Das ist das zentrale Ergebnis einer Befragung der US-Technologiefirma LivePerson. Ohne ein Messenger-Angebot entgehe dem Handel demnach eine Menge Umsatz. Denn die Verbraucher kaufen lieber dort ein, wo die Fragen zu einem Produkt schnell und unkompliziert per Messenger beantwortet werden.

Weder Waffen noch Munition im Laden, wehrlose Kunden gegen böse Maschinen - das ist kein Science Fiction mehr. Was Sturmgewehre, Plastikfolien für Gurken und Roboter im Kundenservice miteinander verbindet. Und wie der Kunde durch Ratings die Macht ergreift.

Von der Waterkant bis zur Zugspitze: Individuelle Erwartungen an den Kundenservice sind je nach Geschlecht, Alter und auch Wohnort sehr unterschiedlich.

Die Verbraucher stellen dem Lebensmittelhandel ein gutes Zeugnis aus. Überraschenderweise schätzen die Kunden sogar die Einkaufsatmosphäre bei Discountern.

Der Einzelhandel bekommt Lob von höchster Stelle: Angela Merkel stellt der Branche ein gutes Zeugnis aus. Allerdings findet die Kanzlerin auch Kritikpunkte - nicht nur, was das Lohndumping betrifft.

In Endingen hat der inhabergeführte Fachhandel überlebt. Das Erfolgsgeheimnis des südbadischen Städtchens: Service mit Zertifikat.