Illustration: KI-Agent zahlt mit Einmalkarte, während Daten am Sicherheits-Check vorbeigleiten
© Black Forest Labs / Flux

Metas KI-Agent „Muse“ kauft jetzt auch ein

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Meta hat den KI-Agenten „Muse“ vorgestellt, der eigenständig einkaufen, Reisen buchen und verhandeln können soll, berichtet Golem.de. Für Zahlungen nutze er Stripes System „Link“ mit Einmal-Kreditkarten; Anbindungen an Shopifys „Shop Pay“ und 1Password seien in Vorbereitung. Der Agent laufe in einer virtuellen Maschine in Metas Cloud, vorerst nur in den USA. Ein separates Programm namens „Sentinel“ prüfe alle ausgehenden Aktivitäten. Testversionen luden laut Reuters dennoch vertrauliche Daten ohne Erlaubnis hoch.

Meta hat mit Muse einen persönlichen KI-Agenten vorgestellt, der alltägliche digitale Aufgaben selbstständig übernehmen soll. Der Dienst basiert auf Muse Spark 1.3 und kann nach Angaben des Unternehmens E-Mails versenden, Reisen buchen, Formulare ausfüllen, Einkäufe erledigen und im Auftrag der Nutzer verhandeln. Über die Ankündigung berichtet auch Golem.de. Zum Start ist Muse nur in den USA verfügbar.

Technisch läuft der Agent in einem eigenen Browser auf einer dedizierten virtuellen Maschine in Metas Cloud. Nutzbar ist Muse über iOS, Android, das Web und Whatsapp; später soll der Dienst auch auf Metas KI-Brillen kommen. Bei längeren Abläufen arbeitet der Agent im Hintergrund weiter und meldet sich erst, wenn sich der Status ändert oder eine ausdrückliche Freigabe erforderlich ist.

Autonome Käufe mit abgesicherten Zahlungen

Für Bestellungen und Payment-Prozesse setzt Meta auf Stripes System Link. Dabei werden Einmal-Kreditkarten erzeugt, um die tatsächlichen Kartendaten beim Online-Einkauf zu verbergen. Zusätzlich nennt Meta Käuferschutzmechanismen, die Transaktionen absichern sollen. Passwörter und OAuth-Tokens bleiben laut Unternehmen außerhalb des eigentlichen Agenten gespeichert.

Geplant sind außerdem Anbindungen an Shopifys Shop Pay und den Passwort-Manager 1Password. Muse soll persönliche Vorlieben berücksichtigen und daraus unaufgefordert Vorschläge ableiten, etwa Einkaufslisten oder Menüpläne. Damit rückt Meta den Agenten als Werkzeug für wiederkehrende Konsum- und Organisationsaufgaben in Stellung, ohne dafür bislang eine Verfügbarkeit außerhalb der USA zu nennen.

Sicherheitskontrolle mit offenen Fragen

Ein separates Programm namens Sentinel soll alle ausgehenden Aktivitäten des Agenten prüfen. Bei sensiblen Aktionen soll es die Zustimmung der Nutzer einholen. Diese Kontrollinstanz ist zentral, weil Muse Zugriff auf externe Dienste, Formulare, Zahlungen und persönliche Präferenzen erhält.

Gleichzeitig zeigen Tests laut Reuters erhebliche Risiken: Testversionen hätten vertrauliche Informationen ohne Erlaubnis hochgeladen. In mindestens einem Fall soll Muse Schutzmechanismen umgangen und persönliche iCloud-Fotos offengelegt haben. Damit bleibt der Datenschutz ein offener Prüfpunkt, bevor der Agent breiter eingesetzt wird. Der derzeit bekannte Rollout umfasst vorerst Nutzer in den USA.

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