Bike24 hebt seine Umsatzprognose für 2026 auf 345 bis 360 Mio. Euro an, berichtet Retail-News.de. Bislang habe der Fahrradhändler 318 bis 332 Mio. Euro angepeilt. Beim Ergebnis sehe es weniger optimistisch aus: Die Spanne für das bereinigte Ebitda schrumpfe wohl von 16 bis 20 auf 16 bis 18 Mio. Euro. Als Gründe nenne das Unternehmen die Expansion, die zuletzt nach Dänemark, Slowenien und Irland geführt habe, den veränderten Produktmix und die geopolitischen Belastungen.
Bike24 erhöht seine Erwartungen für 2026 deutlich. Der Fahrradhändler rechnet nun mit einem Umsatz von 345 bis 360 Mio. Euro. Zuvor lag die Spanne bei 318 bis 332 Mio. Euro. Darüber berichtet Retail-News.de. Grundlage der Anpassung sind indikative Ergebnisse für Juli und August, die den starken Trend aus dem ersten Halbjahr bestätigen.
Die neue Prognose hebt die bisherige Erwartung spürbar an. Bereits die Untergrenze liegt 27 Mio. Euro über dem alten Zielkorridor, am oberen Ende beträgt der Abstand 28 Mio. Euro. Bike24 reagiert damit auf eine Geschäftsentwicklung, die sich nach Unternehmensangaben auch im dritten Quartal fortgesetzt hat. Im zweiten Quartal war der Umsatz bereits um 20,1 Prozent auf 96,1 Mio. Euro gestiegen.
Mehr Umsatz, engerer Ergebniskorridor
Beim Ergebnis fällt die Anpassung zurückhaltender aus. Für das bereinigte EBITDA erwartet Bike24 nun 16 bis 18 Mio. Euro. Zuvor hatte das Unternehmen 16 bis 20 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Die Spanne wird damit konkretisiert, aber am oberen Ende reduziert. Als Gründe nennt Bike24 höhere Kosten durch die Internationalisierung, einen veränderten Produktmix sowie Belastungen aus aktuellen geopolitischen Entwicklungen.
Die Zahlen zeigen damit ein differenziertes Bild: Der Umsatz gewinnt stärker an Dynamik, während die Profitabilität durch Investitionen und externe Faktoren begrenzt wird. Im zweiten Quartal verbesserte sich das bereinigte EBITDA um 15,8 Prozent auf 5,9 Mio. Euro. Gleichzeitig legten die lokalisierten europäischen Märkte um 29,7 Prozent auf 21,5 Mio. Euro zu. Auch das DACH-Geschäft wuchs weiter und erreichte mit 66,4 Mio. Euro ein Plus von 17,2 Prozent.
Internationale Märkte treiben das Wachstum
Ein zentraler Wachstumstreiber bleibt die Expansion in Europa. Ende Juni startete Bike24 lokalisierte Webshops für Dänemark und Slowenien, im Juli folgte Irland. Mit diesen Märkten will das Unternehmen seine Reichweite außerhalb der Kernregion ausbauen und zusätzliche Umsatzpotenziale erschließen. Kurzfristig entstehen dadurch jedoch höhere Kosten, die sich in der reduzierten EBITDA-Obergrenze widerspiegeln.
Auch auf Produktebene zeigt sich die Nachfrage robust. Besonders Teile, Zubehör und Bekleidung trugen zur Entwicklung bei und wuchsen im zweiten Quartal um 22,3 Prozent. Für den weiteren Jahresverlauf wird damit relevant, ob die neuen Auslandsmärkte ihre Umsatzdynamik halten und wie stark Internationalisierungskosten, Produktmix und geopolitische Belastungen auf die EBITDA-Spanne von 16 bis 18 Mio. Euro wirken.

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