Foto: Mann prüft in einem hellen Rechenzentrum ein Serverrack mit geordneten Kabeln
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Gartner schraubt KI-Prognose auf 2,7 Bio. Dollar

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Gartner schraubt seine Prognose nach oben: Die weltweiten Ausgaben für künstliche Intelligenz werden 2026 wohl um knapp 50 Prozent auf 2,7 Bio. Dollar klettern, berichtet Heise.de. Damit stecke in rund 42 Prozent aller IT-Ausgaben Künstliche Intelligenz. Den Löwenanteil von 1,48 Bio. Dollar schlucke die Infrastruktur, die steigenden Speicherpreise bremsten den Ausbau kaum. Nach der Ernüchterung über generative KI griffen Unternehmen lieber zu den eingebauten Funktionen ihrer Stammanbieter. Modellentwickler müssten künftig günstiger liefern, trotzdem solle sich ihr Segment auf 28,3 Mrd. Dollar mehr als verdoppeln.

Gartner hebt seine Erwartung für den Markt rund um KI deutlich an: Die weltweiten Ausgaben für künstliche Intelligenz sollen 2026 laut der aktuellen Prognose auf 2,7 Billionen US-Dollar steigen. Das entspricht einem Plus von 49,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt über der im Mai genannten Schätzung von 2,59 Billionen US-Dollar. Heise.de berichtet unter Verweis auf Gartner von einem „noch nie dagewesenen Niveau“.

Die neue Prognose zeigt, wie stark künstliche Intelligenz inzwischen in den gesamten IT-Markt hineinwirkt. Gartner beziffert die globalen IT-Ausgaben für 2026 auf 6,37 Billionen US-Dollar. Damit hätte rund 42 Prozent der IT-Ausgaben einen Bezug zu künstlicher Intelligenz. Getrieben wird diese Entwicklung laut den Analysten durch zwei Faktoren: hohe Investitionen in Infrastruktur sowie die schnelle Einbettung von KI-Funktionen in Software und Dienstleistungen.

Infrastruktur bleibt der größte Ausgabenblock

Den größten Anteil an den Ausgaben macht die Infrastruktur aus. Gartner erwartet hier ein Volumen von rund 1,48 Billionen US-Dollar. Hyperscaler und Dienstleister bauen ihre Kapazitäten weiter aus und investieren in KI-optimierte Server, IaaS-Angebote, Netzwerkinfrastruktur und Halbleiter. Analyst John-David Lovelock bezeichnet diese Dynamik als größtes Infrastrukturprojekt der Menschheit. Steigende Speicherkosten dürften den Ausbau nach Einschätzung Gartners kaum bremsen.

Auf der Softwareseite verschiebt sich der Schwerpunkt. Anbieter integrieren agentenbasierte KI in hohem Tempo in ihre bestehenden Lösungen, um relevant zu bleiben. Gleichzeitig sieht Gartner viele Unternehmen nach der Euphorie um generative KI in einer Phase der Ernüchterung. Statt komplexe Einzelprojekte voranzutreiben, greifen sie verstärkt zu integrierten Funktionen ihrer etablierten Softwareanbieter. Ziel sind effizientere Abläufe, Automatisierung und eine bessere Kontrolle über Kosten und Nutzung.

Modellanbieter geraten unter Kostendruck

Für Anbieter von Modellen steigt damit der Druck, wirtschaftlichere und stärker auf konkrete Anwendungsfälle zugeschnittene Lösungen bereitzustellen. Gartner sieht Chancen für domänenspezifische Sprachmodelle, die in Unternehmen gezielter eingesetzt werden können. Besonders dynamisch soll das Segment der generativen KI-Modelle wachsen: Für 2026 erwartet Gartner hier ein Plus von 117 Prozent auf 28,3 Milliarden US-Dollar.

Auch die übrigen Marktsegmente bleiben groß: KI-Software soll 2026 auf 461 Milliarden US-Dollar kommen, KI-Services auf rund 576 Milliarden US-Dollar. Für 2027 rechnet Gartner bereits mit einem weiteren Anstieg der weltweiten KI-Ausgaben auf 3,6 Billionen US-Dollar.

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