Foto: Frau arrangiert Dekoartikel neben einem Smartphone mit unscharfer Shopping-Ansicht auf dem Tisch
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Pinterest macht Suchbilder zu Verkaufsflächen

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Pinterest schiebt Anzeigen künftig direkt in die Bildersuche, meldet Retail-News.de. Die „Visual Search Ads“ sollen in Suchergebnissen und in vergrößerten Pins erscheinen und Keyword-Signale mit der Produkterkennung der Plattform verknüpfen. Die Beta läuft in den kommenden Wochen in allen Werbemärkten an. Parallel bekommt die Automatisierungsplattform Performance+ eigene A/B-Tests und „Priority Products“ für einzelne Artikel.

Pinterest baut sein Werbegeschäft aus und bringt Anzeigen künftig direkt in die visuelle Suche. Die neuen „Visual Search Ads“ erscheinen in Suchergebnissen und in vergrößerten Pins, meldet Retail-News.de. Das Format verbindet klassische Keyword-Signale mit der Produkterkennung der Plattform und soll Werbetreibende näher an konkrete Kaufabsichten heranführen.

Nach Angaben von Pinterest laufen monatlich mehr als 80 Milliarden Suchanfragen über die Plattform. Ein großer Teil davon ist visuell geprägt, mehr als die Hälfte soll einen kommerziellen Hintergrund haben. Genau dort setzt das neue Anzeigenformat an: Marken können für besonders sichtbare Platzierungen bieten und Nutzer anschließend direkt auf ihre eigenen Websites leiten.

Anzeigen näher an der Produktsuche

Visual Search Ads sind vor allem für Lower-Funnel-Ziele gedacht. Pinterest will Anzeigen in Momenten ausspielen, in denen Nutzer Produkte vergleichen, Ideen konkretisieren oder kurz vor einer Kaufentscheidung stehen. Die technische Grundlage bildet Pinterest Intelligence. Das System verknüpft Bildinhalte, Produkte, Präferenzen und Nutzungssignale, um relevante Angebote im passenden Nutzungskontext sichtbar zu machen.

Für das Marketing auf Pinterest verschiebt sich damit der Schwerpunkt weiter in Richtung handlungsnaher Produkterlebnisse. Visuelle Inspiration bleibt der Einstieg, wird aber stärker mit kommerziellen Signalen verbunden. Die Beta für Visual Search Ads soll in den kommenden Wochen für berechtigte Werbekunden in allen Pinterest-Werbemärkten starten. Das Format ist zudem mit der Performance+-Plattform kompatibel.

Mehr Kontrolle für automatisierte Kampagnen

Parallel erweitert Pinterest seine Automatisierungsplattform Performance+. Mit „Priority Products“ können Unternehmen künftig einzelne Produkte oder Kategorien gezielt hervorheben. Das kann etwa bei saisonalen Aktionen, Produkteinführungen oder der Bewerbung bestimmter Sortimente relevant werden. Zusätzlich führt Pinterest selbst bedienbare A/B-Tests für Anzeigenmotive, Targeting und Performance+-Kampagnen ein.

Damit reagiert Pinterest auf ein zentrales Spannungsfeld automatisierter Werbung: Unternehmen sollen Skalierung durch KI-Systeme nutzen, zugleich aber stärker steuern können, welche Produkte im Vordergrund stehen. Die neuen Tests sollen Werbekunden mehr Vergleichsmöglichkeiten geben, ohne Kampagnen vollständig manuell aufzusetzen. Performance+ erhält damit zusätzliche Steuerungsoptionen für kreative Varianten, Zielgruppen und Produktprioritäten.

App-Werbung und neue Produkterlebnisse

Auch App-Werbung wird ausgebaut. Mit „App Promotion“ führt Pinterest ein eigenes Kampagnenziel für App-Installationen ein. Das Angebot befindet sich weltweit im Betatest für qualifizierte Werbetreibende. Pinterest verweist auf erste Kampagnenergebnisse, bei denen sich die Kosten pro Installation gegenüber bisherigen Umgehungslösungen um bis zu 85 Prozent verbessert hätten. Die Angabe basiert auf einzelnen Werbekunden und ist daher kein allgemeiner Leistungswert.

Zusätzlich integriert Pinterest Intelligence stärker in die Nutzeroberfläche. In den USA und Kanada startet mit „Restyle“ eine Beta-Funktion, über die Nutzer anhand eines Fotos Räume neu gestalten, Varianten ausprobieren und Einrichtungsoptionen vergleichen können. Pinterest verbindet damit visuelle Inspiration enger mit Produktrecherche und Projektplanung. Für die Plattform entstehen neue Werbeflächen an Punkten, an denen Nutzer Ideen in reale Produkte übersetzen.

Die nächsten Schritte sind klar umrissen: Visual Search Ads starten in den kommenden Wochen als Beta in allen Pinterest-Werbemärkten, App Promotion läuft weltweit im Betatest, und Restyle wird zunächst in den USA und Kanada erprobt.

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