
Virtual Try-on braucht mehr als schöne KI-Bilder
Virtuelle Anprobe rückt vom Gimmick in den Kaufprozess. Für Händler entscheiden Datenqualität, Passformlogik und saubere Erwartungssteuerung.
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Virtuelle Anprobe rückt vom Gimmick in den Kaufprozess. Für Händler entscheiden Datenqualität, Passformlogik und saubere Erwartungssteuerung.

Nicht KI-Bilder, sondern deren Kennzeichnung verschreckt Kundschaft, berichtet Haendlerbund.de. Eine Studie der Hochschule Hannover habe 163 Teilnehmende vier Produktbilder bewerten lassen: Ob echt oder KI-generiert, mache für die Produktwahrnehmung keinen nachweisbaren Unterschied, bei der Kaufabsicht lägen KI-Bilder sogar leicht vorne. Ein „KI-generiert“-Hinweis dagegen drücke Vertrauen und Kaufabsicht spürbar, auch wenn sie im Experiment zum Teil auf echten Fotos prangte.

Mehr als die Hälfte der Befragten jeder Generation gewichtet den Einfluss sozialer Medien höher als bei den klassischer Medien, berichtet Meedia.de. Zwei Drittel verfolgten täglich Influencer-Inhalte, so die nicht repräsentative Studie „Publicis More: Influencer Impact“. 47 Prozent hätten bereits ein empfohlenes Produkt gekauft, in der Gen Z seien es sogar 59 Prozent. 38 Prozent stöberten zuerst bei Creatorn statt in klassischen Medien, 28 Prozent hielten klassische Werbung bei zusätzlicher Influencer-Präsenz für überzeugender.

47 Prozent der unter 45-jährigen Briten haben in den vergangenen drei Monaten auf Tiktok Shop gestöbert oder dort gekauft, meldet Channelx.world. Bei allen UK-Shoppern seien es zwar nur 21 Prozent, trotzdem könne man Live-Commerce nicht mehr als Nischenmarkt bezeichnen. Zum Vergleich: Klassische Online-Shops würden von 54 Prozent frequentiert, doch der Abstand schrumpfe. Beim Live-Shopping wirke gefühlte Knappheit oft als Kaufauslöser: Zwei Drittel griffen eher zu, wenn Ware viral gehe oder ausverkauft sei.
Wer künftig kauft, vergleicht und bestellt, ist zunehmend kein Mensch mehr, sondern ein Agent, der im Auftrag handelt. Wer dabei nicht auffindbar ist, findet im Kaufmoment schlicht nicht mehr statt, schreibt Stefan Hamann in seinem Expertenbeitrag.

Erfahren Sie, wie KI die Online-Kaufentscheidungen beeinflusst und welche Chancen sie bietet. Wie KI den Handel verändert.

70 Prozent aller Warenkörbe werden abgebrochen – häufig nicht aus Desinteresse, sondern weil Shops im entscheidenden Moment nicht reagieren. Sören Stamer, CEO von Coremedia, erklärt, warum der klassische Funnel ausgedient hat und wie Intent-basierte Aktivierung Conversion aus bestehendem Traffic steigert.
2026 ist das Jahr, in dem KI-Agenten autonom für uns bezahlen. Embedded Payments und Agentic Commerce verändern radikal die Art, wie online bezahlt wird. Händler profitieren zwar von höheren Conversion-Rates, müssen sich aber zugleich neuen technischen, rechtlichen und sicherheitsrelevanten Herausforderungen stellen. Mit welchen Chancen, Risiken sowie notwendigen Schutzmechanismen ist zu rechnen?

Aktuelle E-Commerce-News: Huboo, Scalable, Entwaldungsverordnung, Docmorris, Südkorea, Trump-Zölle, Twint, Peloton und weitere Themen im Überblick.

Die meisten Kaufentscheidungen basieren nicht auf logischen Überlegungen, sondern sind maßgeblich durch Gefühle, Erinnerungen und Assoziationen beeinflusst. Jede E-Commerce-Strategie sollte daher die Psychologie des Käufers berücksichtigen, sagt Etailment-Experte Michael Witzenleiter. In diesem Beitrag erklärt er, warum Konsumenten oft emotional statt rational entscheiden.

Onlineshopper sind offenbar besonders leicht beeinflussbar. Wie eine aktuelle Untersuchung des Softwareunternehmens novomind zeigt, richten sich 70 Prozent der Internet-Käufer bei ihren Kaufentscheidungen nach der Meinung von anderen.