Die Axel-Springer-Tochter Bonial, Betreiberin der Online-Prospektportale kaufDA und MeinProspekt, übernimmt die Mehrheit am Kopenhagener Anbieter Tjek, meldet Axelspringer.com. Damit wachse Bonial von zwei auf sechs Märkte. Zu Deutschland und Frankreich kämen Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland hinzu. Tjek bündle dort auf mehreren Shopping-Plattformen digitale Prospekte und Angebote des Handels und erreiche monatlich 2,5 Mio. Nutzer. Bonial selbst komme bisher auf 14 Mio. Nutzer im Monat und vermarkte die Angebote von 1.500 Einzelhändlern.
Bonial erweitert sein Geschäft nach Nordeuropa
Die Axel-Springer-Tochter Bonial übernimmt die Mehrheit am Kopenhagener Anbieter Tjek und baut damit ihre Präsenz im europäischen Handelsmarketing deutlich aus. Das meldet Axelspringer.com. Mit der Übernahme wächst Bonial von zwei auf sechs Märkte: Zu Deutschland und Frankreich kommen Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland hinzu.
Tjek wurde 2009 gegründet und betreibt in den nordischen Märkten mehrere Shopping-Plattformen für digitale Prospekte und Handelsangebote. Dazu zählen eTilbudsavis in Dänemark, eTilbudsavis und Mattilbud in Norwegen, eReklamblad in Schweden sowie eTarjouslehdet in Finnland. Die Angebote bündeln digitale Prospekte verschiedener Handelssegmente und ermöglichen Marken gezielte Kampagnen. Nach Unternehmensangaben erreicht Tjek monatlich 2,5 Millionen Nutzerinnen und Nutzer.
Retail Marketing Hub mit größerer Reichweite
Bonial positioniert die Akquisition als nächsten Schritt beim Ausbau seines europäischen Retail Marketing Hubs. Dieser soll Reichweite, Technologie und Expertise für digitale Handelskommunikation bündeln. Bonial selbst erreicht in Deutschland, unter anderem mit kaufDA und MeinProspekt, sowie in Frankreich bislang 14 Millionen monatliche Nutzer. Das Unternehmen vermarktet digitale Angebotskommunikation für rund 1.500 Einzelhändler.
Für Axel Springer fügt sich der Zukauf in die Weiterentwicklung des Commerce-Portfolios ein. Mark Dekan, Vorstand „Commerce“ von Axel Springer, verweist auf die strategische Logik, über starke lokale Anbieter neue Wachstumspotenziale zu erschließen. Auch Bonial betont die lokale Verankerung von Tjek: Das Unternehmen kenne die nordischen Märkte genau und bringe zusätzliche Reichweite sowie Handels-Expertise in die Gruppe ein.
Management von Tjek bleibt an Bord
Die operative Kontinuität soll erhalten bleiben: Morten Bo und Jack Tolboe bleiben CEO beziehungsweise COO von Tjek und sind weiterhin Miteigentümer. Morten Bo beschreibt den Zusammenschluss als Schritt, um Händlern und Marken mehr digitale Reichweite für Prospekte und Angebote zu ermöglichen. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen relevante Inhalte dort erhalten, wo Kaufentscheidungen entstehen: auf den Plattformen und darüber hinaus.
Mit der Expansion verschiebt Bonial seine Rolle vom deutsch-französischen Anbieter hin zu einer breiter aufgestellten europäischen Gruppe für digitale Handelskommunikation. Die nächsten sichtbaren Entwicklungen dürften die Integration der nordischen Plattformen und die gemeinsame Vermarktung der Reichweiten sein; zum Start steht die Bonial Group in sechs europäischen Märkten.
