Amazon erhöht den Kraftstoff- und Logistikzuschlag für den Versand durch Amazon (FBA) von 1,5 auf zwei Prozent, berichtet Haendlerbund.de. Erst im April habe der Konzern den Aufschlag eingeführt. Der neue Satz greife ab 2. November auf zehn europäischen Marktplätzen, darunter Deutschland. Für Bestellungen aus anderen Verkaufskanälen folge er am 19. November in fünf Ländern. Amazon berechne den Zuschlag weiterhin auf die Versandgebühren, je Einheit seien das im Schnitt rund zwei Cent mehr, abhängig vom Produktmaß.
Amazon erhöht den Kraftstoff- und Logistikzuschlag für „Versand durch Amazon“ (FBA) erneut. Der Satz steigt von 1,5 auf 2 Prozent, wie Haendlerbund.de berichtet. Der Aufschlag war erst im April 2026 eingeführt worden, um gestiegene Kosten in der Logistik auszugleichen. Nun passt der Konzern die Gebühr nach eigenen Angaben an den weiter gestiegenen Kostendruck an.
Neue Sätze gelten ab November
Für FBA greift die Erhöhung ab dem 2. November 2026. Betroffen sind zehn europäische Marktplätze: Deutschland, Belgien, Frankreich, Irland, Italien, die Niederlande, Polen, Schweden, Spanien und das Vereinigte Königreich. Damit müssen Händlerinnen und Händler, die ihre Bestellungen über Amazons Fulfillment-Netzwerk abwickeln lassen, in mehreren Kernmärkten mit höheren Versandkosten kalkulieren.
Auch der Multi-Channel-Versand wird teurer. Dabei übernimmt Amazon die Abwicklung von Bestellungen aus anderen Verkaufskanälen, etwa aus einem eigenen Online-Shop. Für diesen Bereich gilt der neue Zuschlag ab dem 19. November 2026 in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und im Vereinigten Königreich. Die Anpassung betrifft damit sowohl Marktplatzverkäufe als auch externe Vertriebskanäle, sofern deren Versand über Amazon läuft.
Mehrkosten hängen vom Produktmaß ab
Amazon berechnet den Zuschlag weiterhin auf die Versandgebühren, nicht auf die Verkaufspreise der Produkte. Im Durchschnitt erwartet der Konzern eine zusätzliche Belastung von rund zwei Cent pro Einheit. Der konkrete Betrag variiert jedoch je nach Größe und Abmessungen des jeweiligen Artikels. Für einzelne Bestellungen fällt der Effekt gering aus; bei hohen Stückzahlen und engen Margen kann die Anpassung die Kalkulation spürbar verändern.
In seiner Mitteilung weist Amazon darauf hin, dass die Änderung Auswirkungen auf das Geschäft der Händlerinnen und Händler hat. Zugleich verweist der Konzern auf angepasste Werkzeuge in Seller Central. Die Gewinnanalyse, der Einnahmenrechner sowie die Gebühren- und Wirtschaftlichkeitsvorschau berücksichtigen den neuen Zuschlag bereits und zeigen die Mehrkosten pro Einheit sowie deren Wirkung auf das gesamte FBA-Sortiment.
Kostenprüfung bleibt offen
Die erneute Anhebung ist bereits die zweite FBA-Erhöhung innerhalb von sieben Monaten. Amazon stellt sie in den Zusammenhang steigender branchenweiter Kosten. Zugleich kündigt der Konzern an, den Zuschlag im Verlauf der weiteren Entwicklung zu überprüfen. Eine spätere Senkung bleibt damit zumindest theoretisch möglich; zunächst gilt die nächste konkrete Stufe ab dem 2. November 2026 für FBA und ab dem 19. November 2026 für MCF.
