Foto: Zwei Männer prüfen in einer hellen Produktionshalle eine optische Prüfanlage an einem Förderband.
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Manager werden wieder zuversichtlicher

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Chefs großer Unternehmen in Deutschland blicken erstmals seit Jahren zuversichtlicher auf ihr Unternehmen, zitiert Tagesspiegel.de eine Umfrage von KPMG. 86 Prozent erwarteten in den kommenden Jahren wieder Wachstum in Deutschland, fast 70 Prozent kalkulierten mit einem Gewinnplus von mindestens 2,5 Prozent. Nur für die Weltwirtschaft sinke der Anteil der Optimisten leicht, auf 62 Prozent. Für 77 Prozent stehe KI ganz oben auf der Investitionsliste, fast jeder erwarte in den nächsten drei Jahren dadurch eine Rendite oder verbuche sie schon.

Die Stimmung in den Führungsetagen großer deutscher Unternehmen hellt sich spürbar auf. Laut einer KPMG-Umfrage, die Tagesspiegel.de unter Berufung auf dpa zitiert, blicken Firmenchefs erstmals seit Jahren wieder optimistischer auf die Aussichten ihres Unternehmens. 86 Prozent erwarten Wachstum in den kommenden drei Jahren. Das sind 14 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. In den Jahren 2023 und 2024 hatten die Werte mit 80 beziehungsweise 77 Prozent niedriger gelegen.

Auch bei den Erträgen wächst die Zuversicht. Fast 70 Prozent der befragten Manager in Deutschland rechnen mit einem Gewinnwachstum von mindestens 2,5 Prozent. Im Vorjahr lag dieser Anteil erst bei 42 Prozent. Die Einschätzung zur eigenen Branche und zum Standort Deutschland verbessert sich ebenfalls: Für die Branche steigt der Optimismus von 71 auf 78 Prozent, für Deutschland von 75 auf 78 Prozent.

Mehr Vertrauen in den Standort Deutschland

Die besseren Erwartungen passen zu einer aufgehellten Konjunktur-Debatte. Die Bundesregierung hat ihre Prognose für 2026 zuletzt deutlich angehoben und rechnet nun mit 1,3 Prozent Wachstum. KPMG formuliert dennoch vorsichtig: In den Chefetagen kehre vorsichtiger Optimismus zurück, nachdem sich die Aussichten für Deutschland zuletzt verbessert hätten.

Zur Einordnung der Ergebnisse ist die Datenbasis wichtig. Befragt wurden zwischen dem 11. August und dem 21. September insgesamt 1.400 Chefs großer Unternehmen aus zwölf Ländern. Aus Deutschland nahmen 125 Manager teil. Berücksichtigt wurden Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen Dollar, umgerechnet mehr als 445 Millionen Euro.

Der Blick auf die Weltwirtschaft bleibt gedämpfter. Nur 62 Prozent der deutschen Firmenchefs rechnen dort mit Wachstum, nach 64 Prozent im Vorjahr. KPMG bewertet deutsche Unternehmenslenker damit als etwas vorsichtiger als ihre internationalen Kollegen. Während der eigene Markt positiver gesehen wird, bleibt das globale Umfeld für viele Unternehmen belastet.

Investitionen in KI treiben die Transformation

Ein wesentlicher Grund für die gestiegene Zuversicht liegt laut KPMG nicht in besseren globalen Rahmenbedingungen. Deutschlandchef Mattias Schmelzer verweist vielmehr auf Investitionen in neue Technologien, stärkere Wettbewerbsfähigkeit und laufende Transformation. Besonders KI rückt in den Mittelpunkt: 77 Prozent sehen KI als oberste Investitionspriorität.

Die Erwartungen an diese Ausgaben sind hoch. 94 Prozent erwarten Rendite aus ihren KI-Investitionen spätestens innerhalb von drei Jahren oder haben sie bereits erzielt. Damit wird Künstliche Intelligenz in vielen Unternehmen vom Zukunftsthema zum konkreten Investitionsfeld. Zusätzlich ziehen 90 Prozent der befragten Firmenchefs in den kommenden drei Jahren Übernahmen in Betracht.

Trotz der besseren Stimmung bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Als größte Wachstumsrisiken nennen die deutschen Manager vor allem externe Faktoren. An erster Stelle steht Regulierung mit 30 Prozent, gefolgt von geopolitischer Instabilität mit 29 Prozent und einer schwachen Weltwirtschaft mit 27 Prozent. Genau an diesen Punkten wird sich zeigen, wie belastbar der neue Optimismus bis 2026 ist.

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