Foto: Frau prüft am Küchentisch ihr Smartphone neben Kosmetikprodukten und Versandumschlag.
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Tiktok Shop steuert auf doppeltes Warenvolumen zu

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Tiktok Shop steuert 2026 auf ein Bruttowarenvolumen von rund 123,5 Mrd. Dollar zu, zitiert 36kr.com eine Prognose von Momentum Works. 2025 habe es bei 64,3 Mrd. Dollar gelegen, 2023 bei 16,3 Mrd. Erstmals habe das US-Geschäft im ersten Halbjahr Indonesien als größten Markt abgelöst, mit 11,8 Mrd. Dollar und einem Plus von 103 Prozent. In den USA trage der Livestream-Verkauf nur 8,2 Prozent bei. Gut die Hälfte entstehe direkt im Shop, 40 Prozent über Kurzvideos.

TikTok Shop steuert laut einer von 36kr.com zitierten Prognose von Momentum Works auf ein Bruttowarenvolumen von rund 123,5 Milliarden Dollar im Jahr 2026 zu. Damit würde die Plattform erstmals die Marke von 100 Milliarden Dollar überschreiten. Zum Vergleich: 2025 lag der Wert demnach bei 64,3 Milliarden Dollar, 2023 bei 16,3 Milliarden Dollar. Sollte die Prognose eintreten, hätte TikTok Shop sein Handelsvolumen binnen rund drei Jahren um etwa das 6,5-Fache gesteigert.

USA werden zum größten Einzelmarkt

Besonders stark fällt das Wachstum im US-Geschäft aus. Im ersten Halbjahr 2026 erreichte TikTok Shop dort laut Bericht ein GMV von 11,8 Milliarden Dollar und legte damit im Jahresvergleich um 103 Prozent zu. Erstmals überholten die USA Indonesien als größten Einzelmarkt der Plattform. Indonesien kam im selben Zeitraum auf rund 10,8 Milliarden Dollar, Thailand auf etwa 9,2 Milliarden Dollar und Vietnam auf rund 5,5 Milliarden Dollar.

Der Bericht führt den Aufschwung in den USA auf mehrere Faktoren zurück: eine hohe Konsumkraft, eine ausgereifte Kreditkarten- und Logistikinfrastruktur sowie eine wachsende Bereitschaft lokaler Marken, TikTok Shop als Vertriebskanal zu nutzen. Demnach hat sich der Einsatz vieler Anbieter von ersten Videotests hin zu eigenen Shop-Präsenzen verschoben. Diese dienen sowohl der Einführung neuer Produkte als auch dem Abverkauf bestehender Bestände.

Livestreaming spielt in den USA nur eine Nebenrolle

Die Daten widersprechen dem verbreiteten Bild, TikTok Shop sei vor allem ein aus Asien übertragener Livestream-Vertrieb. In den USA entfallen laut Momentum Works lediglich 8,2 Prozent des GMV auf Livestream-Verkäufe. Der größere Anteil entsteht anders: 40,4 Prozent des Handelsvolumens kommen über Kurzvideos zustande, 51,4 Prozent direkt über Shop- beziehungsweise Regalflächen innerhalb der Plattform.

Damit zeigt sich ein anderes Muster als in China oder Teilen Südostasiens, wo Livestream-Commerce einen deutlich höheren Stellenwert hat. US-Nutzer kaufen dem Bericht zufolge häufiger, nachdem sie Produkte beim Scrollen durch Videos entdeckt haben, oder schließen den Kauf später im Shop ab. Für den E-Commerce bedeutet das: TikTok Shop wächst in den USA stärker über produktnahe Inhalte und integrierte Kaufstrecken als über stundenlange Verkaufsshows.

Lokale Gewohnheiten prägen das Modell

Momentum Works verweist darauf, dass Strategien, die in China und Südostasien Verweildauer und Conversion erhöhen, in den USA nicht automatisch funktionieren. ByteDance habe den US-Markt daher weniger durch eine starre Übertragung des Livestream-Modells erschlossen, sondern durch eine schnelle Anpassung an lokale Konsumgewohnheiten. Im Zentrum steht eine Verbindung aus Kurzvideo-Entdeckung, Creator-getriebenem Verkauf und klassischem Shop-Fulfillment.

Auch das Creator-Ökosystem bleibt ein Wachstumstreiber. Der Bericht beschreibt TikTok Shop als Plattform, die das aus Douyin bekannte Prinzip creator-geführter Verkäufe international repliziert. Für Marken entsteht damit ein zusätzlicher Zugang zu Zielgruppen, während Nutzer Produkte direkt aus ihrem Content-Umfeld heraus entdecken. Das stärkt TikTok Shops Position im Social Commerce, ohne dass der Erfolg allein vom Livestream abhängt.

Die Prognose markiert einen deutlichen Maßstab für die weitere Entwicklung: Nach 16,3 Milliarden Dollar GMV im Jahr 2023 und 64,3 Milliarden Dollar 2025 steht für 2026 ein erwarteter Sprung auf 123,5 Milliarden Dollar im Raum.

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