Foto: Mann sitzt mit Laptop, Notizbuch und Planblättern in einem hellen modernen Büro
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KI bringt US-Konzernen außerhalb der Tech-Branche nichts

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Großen US-Konzernen außerhalb der Tech-Branche hat KI bislang keinen finanziellen Ertrag gebracht, berichtet Techcrunch.com. Torsten Slok, Chefökonom des Finanzinvestors Apollo, habe dafür den S&P 500 ohne die sieben großen Tech-Konzerne untersucht. Trotz massiver Investitionen bewege sich weder die Gewinnmarge noch der Umsatz pro Mitarbeiter. Dass der Rest bloß hinterherhinke, bezweifelt Slok: KI tauge vielleicht als guter Rechner, im Geschäft zähle aber Urteilsvermögen. Vertrauen, Kultur und ungeschriebene Regeln verstehe die Technik nicht, und genau davon hänge der Erfolg ab.

KI-Investitionen liefern außerhalb der Tech-Branche bislang keine Rendite

Große US-Konzerne außerhalb der Tech-Branche ziehen aus KI bisher keinen messbaren finanziellen Nutzen. Das berichtet TechCrunch.com unter Berufung auf Torsten Slok, Chefökonom von Apollo Global Management. Slok hat dafür den S&P 500 ohne Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla betrachtet. Diese Gruppe bezeichnet er als S&P 493. Sein Befund fällt nüchtern aus: Trotz massiver Investitionen und breiter Erwartungen habe die Technologie außerhalb der großen Technologiekonzerne keinen finanziellen Ertrag gebracht.

Im Zentrum der Analyse stehen zwei Kennzahlen, die für operative Wirkung besonders relevant sind: Gewinnmarge und Umsatz pro Mitarbeiter. Beide bewegen sich laut Slok kaum. Aus seiner Sicht gibt es damit keine belastbaren Hinweise darauf, dass KI in der Breite bereits Produktivität erhöht oder die Ergebnisrechnung großer Unternehmen verbessert. Die Debatte über Automatisierung, Effizienz und Kostensenkung trifft damit auf eine ernüchternde Datenlage: Gewinnmargen bleiben flach, der Umsatz je Beschäftigtem ebenfalls.

Warum der Abstand zu den Tech-Konzernen schwer aufzuholen sein könnte

Slok hält es für fraglich, ob Unternehmen außerhalb der Tech-Branche lediglich später profitieren. Er bezweifelt, dass sich immer günstiger verfügbare maschinelle Intelligenz ohne Weiteres in höheres Umsatzwachstum und bessere Margen übersetzen lässt. KI könne zwar ein leistungsfähiger Rechner sein, im Geschäft zähle jedoch vor allem Urteilsvermögen und Vertrauen. Genau diese Faktoren seien schwer zu automatisieren.

Zu den Grenzen zählt Slok Aspekte, die in Unternehmensentscheidungen oft den Ausschlag geben: Verantwortung, Kultur, ungeschriebene Regeln, ethische Abwägungen und Fairness. Diese Faktoren beeinflussen Reputationsrisiken und wirken am Ende auf Umsatzwachstum und Profitabilität zurück. Damit verschiebt sich die Bewertung von KI-Projekten weg von bloßer Einführungsgeschwindigkeit hin zur Frage, ob Anwendungen tatsächlich bessere Entscheidungen, tragfähige Prozesse und belastbare Ergebnisse erzeugen.

Produktivitätsversprechen bleiben vorerst offen

Die Einschätzung passt zu weiteren Studien, die bisher ebenfalls keine signifikanten Produktivitätsgewinne durch KI feststellen. Für Unternehmen entsteht daraus ein klarer Prüfauftrag: Investitionen müssen stärker an messbaren Effekten gemessen werden, etwa an Marge, Umsatz pro Mitarbeiter und konkreten Prozessverbesserungen. Die nächste relevante Beobachtung bleibt, ob der S&P 493 in künftigen Auswertungen erstmals eine sichtbare Verbesserung bei Gewinnmarge oder Umsatz je Beschäftigtem zeigt.

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