MediaMarkt betreibt weiterhin Deutschlands umsatzstärksten Elektronik-Online-Shop, berichtet Channelpartner.eu. Der Händler setze dort geschätzt 2,35 Mrd. Euro um und liege damit knapp vor Apple. Der im letzten Jahr prognostizierte Umbruch bleibe aus: Der Umsatz der 17 größten Versender sei um 15 Prozent gestiegen, Notebooksbilliger.de klettere mit plus 23 Prozent auf Rang drei. Coolblue lege zwar um 30 Prozent zu, Galaxus um 15 Prozent, doch der Abstand zur Spitze bleibe groß. Saturn rutsche trotz Wachstum von Platz drei auf Platz sechs.
Elektronik-Onlinehandel wächst wieder
MediaMarkt bleibt in Deutschland der umsatzstärkste Elektronik-Onlineshop. Nach einer Auswertung, über die Channelpartner.eu berichtet, erzielte der Händler 2025 geschätzt 2,35 Milliarden Euro Umsatz und liegt damit knapp vor Apple. Der befürchtete Umbruch im Markt blieb aus: Die großen Anbieter haben nach der Schwächephase wieder zugelegt und ihre Position gegenüber wachstumsstarken Herausforderern behauptet.
Insgesamt stieg der kumulierte Umsatz der 17 betrachteten Elektronikversender um 15 Prozent. Damit kehrt Wachstum in den deutschen Onlinehandel mit Elektronikprodukten zurück. Besonders sichtbar ist die Erholung bei Notebooksbilliger.de: Der Anbieter steigerte seinen Umsatz um 23 Prozent auf 850 Millionen Euro und rückte von Platz fünf auf Rang drei vor. Cyberport inklusive ComputerUniverse kam auf 842 Millionen Euro, Shift-IT mit Alternate.de auf 780 Millionen Euro.
Schwergewichte behaupten die Spitze
Die Rangfolge zeigt eine klare Dominanz etablierter Anbieter. MediaMarkt führt mit 2,345 Milliarden Euro vor Apple mit 2,251 Milliarden Euro. Dahinter folgen Notebooksbilliger.de, Cyberport und Shift-IT. Saturn wuchs zwar um fünf Prozent auf 656 Millionen Euro, fiel aber von Platz drei auf Platz sechs zurück. Das zeigt, wie stark die Verschiebungen innerhalb der Spitzengruppe ausfallen können, auch wenn die Umsätze steigen.
Auch internationale Wettbewerber legen zu, bleiben aber auf Abstand. Galaxus.de wuchs um 15 Prozent auf 418 Millionen Euro, Coolblue sogar um 30 Prozent auf 307 Millionen Euro. Beide Anbieter erhöhen den Druck im Markt, erreichen jedoch noch nicht die Größenordnung der führenden deutschen Shops. Der Wettbewerb bleibt damit intensiv, ohne die Spitze grundsätzlich neu zu ordnen.
Methodik mit Einschränkungen
Das Ranking wurde von ChannelPartner eigenständig fortgeführt, nachdem EHI Retail und ECDB ihre Zusammenarbeit beendet haben und die Top 100 des deutschen Onlinehandels nicht mehr in der gewohnten Form erscheinen. Grundlage sind veröffentlichte Unternehmenszahlen, ECDB-Firmenporträts, Angaben von Statista sowie eigene Schätzungen. Die Werte beanspruchen keine absolute Exaktheit, liefern aber ein belastbares Bild der Größenverhältnisse.
Auch abseits der Top-Plätze gab es deutliche Zuwächse. Voelkner legte um 57 Prozent zu, Office-Partner.de um 56 Prozent. Euronics und Expert steigerten ihre Onlineumsätze jeweils um 16 Prozent, Rebuy wuchs um fünf Prozent. Am unteren Ende der ausgewiesenen Liste steht Medion mit 140 Millionen Euro nach 166 Millionen Euro im Vorjahr.
