Foto: Kundin im Supermarkt hält Smartphone und vergleicht Packungen am Regal.
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ShopX bündelt Prospekt-Apps zu globalem Retail-Media-Netz

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ShopFully, Flipp und Media Central schlüpfen unter ein gemeinsames Dach namens ShopX, berichtet Retailnews.asia. Die Gruppe erreiche 400 Mio. Käufer in 27 Märkten, jede Marke bleibe jedoch bestehen. Der stationäre Handel wickle zwar rund 80 Prozent aller Einkäufe ab, das Retail-Media-Budget von weltweit 200 Mrd. Dollar fließe aber vor allem in den Online-Handel. ShopX bündle deshalb die Werbeflächen vieler Händler, gedacht für mittelgroße Ketten ohne eigenes Werbenetz.

ShopX bündelt Retail Media für den stationären Handel

ShopFully, Flipp und Media Central treten künftig unter dem gemeinsamen Dach ShopX auf. Wie Retailnews.asia berichtet, entsteht damit eine globale Retail-Media-Gruppe, die nach eigenen Angaben 400 Millionen Käufer in 27 Märkten erreicht. Die drei regionalen Marken bleiben im Markt bestehen, während ShopX Technologie, Messinstrumente und Reichweite zentral bündelt.

Die neue Gruppe beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter und arbeitet mit tausenden Händlern sowie Konsumgütermarken zusammen. Geführt wird ShopX von Group CEO Michael Silverman und Group President sowie COO Stefano Portu. Jaclyn Welsh übernimmt die Rolle der Group CFO. Ingo Wienand bleibt CEO von Media Central und erhält zugleich einen Sitz im Board der Muttergesellschaft.

Budgets folgen bislang vor allem dem Onlinehandel

Der strategische Ansatz zielt auf eine Lücke im globalen Werbemarkt. Stationäre Geschäfte stehen laut Bericht für rund 80 Prozent aller Einzelhandelstransaktionen, bei schnell drehenden Konsumgütern sogar für nahezu 90 Prozent. Trotzdem fließt der Großteil der weltweit auf 200 Milliarden Dollar bezifferten Retail-Media-Ausgaben in E-Commerce-Umfelder und digitale Marktplätze.

ShopX will diese Verschiebung adressieren, indem die Gruppe Werbeflächen und Zielgruppen vieler Händler zusammenführt. Das Angebot richtet sich besonders an mittelgroße Handelsketten, die kein eigenes Werbenetzwerk aufbauen können oder wollen. Für Marken entsteht damit ein Zugang zu filialnahen Zielgruppen, ohne mit jedem Händler separate Daten- und Werbevereinbarungen schließen zu müssen.

Daten, Messung und Filialumsätze im Fokus

Im Zentrum steht die Verbindung digitaler Kaufimpulse mit tatsächlichen Transaktionen in der Filiale. In Australien ermittelte ShopFully, dass 83 Prozent der Käufer Produkte online recherchieren, bevor sie den Kauf im stationären Geschäft abschließen. Für das Marketing von Konsumgütermarken ist diese Schnittstelle relevant, weil viele Einflussmomente vor dem Einkauf digital stattfinden, der Umsatz aber an der Kasse entsteht.

Die größte operative Herausforderung bleibt die belastbare Zuordnung von Werbung zu Filialumsätzen. Geschlossene Messketten erfordern Point-of-Sale-Integrationen mit Supermarktketten, deren Kassendaten besonders sensibel sind. ShopX setzt deshalb auf gebündelte Backend-Technologie, gemeinsame Messwerkzeuge und grenzüberschreitende Zielgruppendaten.

Konsolidierung als Wachstumsmuster

Die Gründung von ShopX folgt einer bereits laufenden Konsolidierung. Vor dem gemeinsamen Auftritt hatten die beteiligten Unternehmen insgesamt zehn Übernahmen abgeschlossen. Der Zusammenschluss erhöht den Druck auf eigenständige Retail-Media-Einheiten großer Lebensmittelhändler, die ihre First-Party-Daten bislang über eigene Netzwerke vermarkten.

Für ShopX liegt die nächste Bewährungsprobe in der praktischen Integration: Die Plattform muss internationale Reichweite liefern, lokale Handelsbeziehungen erhalten und zugleich nachweisen, dass digitale Werbekontakte messbar zu Käufen in physischen Geschäften beitragen. Der Start erfolgt mit 27 Märkten und einem adressierten Retail-Media-Volumen von 200 Milliarden Dollar.

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