Foto: Mann bestellt am Smartphone in einer hellen Küche neben Take-away-Behältern, Papiertüte und Salat.
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Amazon holt Uber Eats ins Haus, Grubhub muss gehen

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Amazon holt Uber Eats in seine Website und in die Shopping-App, berichtet Geekwire.com. US-Prime-Mitglieder könnten dort mit ihrem Amazon-Konto bei Hunderttausenden Restaurants bestellen und ab 25 Dollar Bestellwert die Liefergebühr sparen. Grubhub verliere damit seinen Platz als Prime-Vorteil. Für Amazon sei es ein neuer Anlauf beim Essen: Den eigenen Dienst Amazon Restaurants habe der Konzern 2019 nach vier Jahren eingestellt. Uber habe Amazon kurz zuvor in seinem Börsenprospekt noch als Wettbewerber aufgeführt.

Amazon integriert Uber Eats in seine Website und in die Amazon Shopping App. US-Prime-Mitglieder können damit Restaurantlieferungen direkt über ihr bestehendes Amazon-Konto bestellen, ohne ein separates Uber-Konto zu nutzen. Der neue Vorteil gilt für Hunderttausende Restaurants in fast 10.000 US-Städten und Gemeinden, von großen Metropolen bis zu ländlichen Regionen.

Für Prime-Kunden entfällt bei Bestellungen über Amazon die Liefergebühr, sobald der Warenwert mindestens 25 Dollar erreicht. Amazon verweist auf mögliche Einsparungen von mehr als 175 Dollar pro Jahr durch den Gebührenverzicht und exklusive Prime-Aktionen. Servicegebühren fallen weiterhin an. Neue Nutzer erhalten zusätzlich 20 Dollar Rabatt auf die ersten zwei Bestellungen ab jeweils 25 Dollar, sofern sie innerhalb von 14 Tagen bestellen.

Grubhub verliert den Prime-Platz

Mit der Kooperation ersetzt Amazon den bisherigen Prime-Vorteil mit Grubhub. Diese Leistung war 2024 nach einem einjährigen Test als dauerhafter Bestandteil von Prime eingeführt worden. Gegenüber GeekWire erklärte Amazon, man habe die Vereinbarung beendet, nachdem sich die Möglichkeit ergeben habe, ein besseres Restaurantliefererlebnis anzubieten.

Bestellungen laufen über Amazon.com oder die Shopping-App, inklusive vorhandener Logins und hinterlegter Zahlungsmethoden. Prime-Visa-Karteninhaber erhalten bis zum 5. Dezember 5 Prozent Rückvergütung auf Uber-Eats-Bestellungen über Amazon. Wer bereits für Uber One zahlt, behält die dort enthaltenen Vorteile wie Lieferungen ohne Liefergebühr. Beide Mitgliedschaften bleiben jedoch getrennt; der Prime-Vorteil gilt nur für Bestellungen über Amazon.

Neuer Anlauf im Essensliefergeschäft

Die Partnerschaft markiert Amazons jüngsten Versuch, Restaurantlieferungen wieder enger an Prime zu binden. Den eigenen Dienst Amazon Restaurants hatte der Konzern 2019 eingestellt, vier Jahre nach dem Start in Seattle und nach der Expansion in mehr als 20 US-Städte. Bereits Anfang 2018 hatte Amazon Stellen in dem Team abgebaut, später den Londoner Dienst geschlossen und auch Daily Dish beendet, einen 2016 gestarteten Lieferservice für Mittagessen am Arbeitsplatz.

Bemerkenswert ist der Perspektivwechsel bei Uber: Im Börsenprospekt hatte das Unternehmen Amazon Anfang 2019 noch als Wettbewerber von Uber Eats aufgeführt. Nun soll die Einbindung in Amazons Plattform laut Uber-Präsident und COO Andrew Macdonald Restaurants mit neuen Prime-Kunden verbinden und Prime-Mitgliedern einen nahtlosen Zugang zu Essen über Uber Eats bieten.

Die Vereinbarung passt in Amazons breitere Strategie, Prime mit zusätzlichen Leistungen aufzuwerten. Im Februar machte das Unternehmen seinen Alexa+-Assistenten mit KI-Funktionen für US-Prime-Mitglieder kostenlos. Im vergangenen Jahr beendete Amazon zugleich ein Programm, mit dem Mitglieder den kostenlosen Versand mit einer Person außerhalb ihres Haushalts teilen konnten. Den neuen Uber-Eats-Vorteil können Prime-Mitglieder über Amazon Family mit einem erwachsenen Haushaltsmitglied teilen.

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