KI verändert nicht nur, wie Kunden nach Produkten suchen. Mit Agentic Commerce entsteht eine neue Form des Einkaufens: KI-Systeme recherchieren Produkte, vergleichen Angebote, geben Empfehlungen – und können perspektivisch auch Teile des Kaufprozesses selbstständig übernehmen.
Für Händler stellt sich damit eine ganz praktische Frage: Was passiert, wenn künftig nicht mehr nur Menschen, sondern auch KI-Agenten Produkte finden, verstehen und auswählen müssen?
Dann werden Produktdaten zur strategischen Infrastruktur. Denn ein KI-Agent kann nur mit den Informationen arbeiten, die er findet und interpretieren kann. Produktmerkmale, Verfügbarkeiten, Varianten, Preise oder Anwendungsinformationen müssen deshalb nicht nur vollständig und aktuell, sondern auch strukturiert und maschinenlesbar vorliegen.
Wie sich Händler darauf vorbereiten können, steht im Mittelpunkt des Future Retail Tech Talks „Ready for Agentic Commerce?“ am 13. Oktober um 11 Uhr.
Vom veränderten Kunden bis zur Dateninfrastruktur
Zum Auftakt ordnet Retail-Expertin Marilyn Repp ein, wie KI bereits heute das Konsumentenverhalten verändert. Immer mehr Menschen nutzen KI-Systeme für Recherche, Produktsuche und Empfehlungen. Mit Agentic Commerce könnte sich die Customer Journey noch einmal grundlegend verändern: Teile des Weges von der Produktsuche bis zum Kauf wandern in KI-Systeme.
Was das für einen großen Händler in der Praxis bedeutet, zeigt Benjamin Glauser, Leiter E-Business bei Hornbach. Er gibt Einblicke, wie sich der Baumarkt mit seinen Produktdaten auf eine Handelswelt vorbereitet, in der neben Menschen zunehmend auch KI-Agenten Produkte suchen und auswählen.
Claus Hänle, Managing Partner bei Forbeyond, geht anschließend einen Schritt tiefer in die Datenarchitektur: Welche Anforderungen stellt Agentic Commerce an Produktdaten und Datenqualität? Welche Rolle spielen PIM- und PXM-Systeme künftig? Und wie müssen Daten aus PIM, ERP, Shop und weiteren Systemen zusammenspielen?
Agentic Readiness wird zur Aufgabe für Händler
Dabei geht es nicht darum, jedem neuen KI-Trend hinterherzulaufen. Entscheidend ist vielmehr, frühzeitig zu verstehen, an welchen Stellen die bestehende Datenlandschaft zum Engpass werden könnte.
Denn wenn KI-Agenten künftig stärker an Kaufentscheidungen beteiligt sind, reicht es möglicherweise nicht mehr, Produkte für klassische Shop-Suchen, Marktplätze oder Google zu optimieren. Händler müssen ihre Produktinformationen so organisieren, dass sie auch von neuen KI-basierten Interfaces zuverlässig verstanden und genutzt werden können.
Der Future Retail Tech Talk verbindet deshalb drei Perspektiven: die Veränderung des Konsumentenverhaltens, einen konkreten Einblick aus dem Handel und die technologischen Anforderungen an Produktdaten und Systeme.
Das Webinar richtet sich an Verantwortliche aus Handel, E-Commerce, Digital, IT und Produktdatenmanagement, die sich mit der Frage beschäftigen, wie sie ihr Unternehmen auf Agentic Commerce vorbereiten können.
Future Retail Tech Talk: Ready for Agentic Commerce?
13. Oktober 2026, 11 Uhr
Online und kostenfrei
