Der interaktive Handel hat im vergangenen Jahr einen neuen Umsatzrekord hingelegt. Nach den Zahlen des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (bvh) lag der Warenumsatz bei 48,3 Milliarden Euro netto, 22,9 Prozent mehr als 2012. Der E-Commerce-Anteil des interaktiven Handels steht dabei mit einem Wachstum von 41,7 Prozent auf 39,1 Milliarden Euro für rund 80 Prozent des Branchenumsatzes. Und: erstmals steht damit der interaktive Handel für über 10 Prozent des Einzelhandelsvolumens: 11,2 P...
Großer Gewinner sind die Marktplätze. Sie stehen für einen Versandhandelsumsatz von 26,7 Milliarden Euro, Multichannel-Versender (samt Apotheken, Teleshopping und Händler mit einer Heimat im stationären Handel) kommen auf 14 Milliarden Euro, die Pure Player schaffen 5,6 Milliarden Euro. Händler mit einer Heimat im stationären Handel allein stehen übrigens für 4,5 Milliarden Euro, Hersteller-Versender für 548 Millionen Euro.
Dazu muss man wissen: Ordneten Kunden in der Befragung den Kauf einem Marktplatz zu, auch wenn dahinter beispielsweise ein Pure Player als Drittanbieter steht, werden die Umsätze anders als noch 2012 nun den Marktplätzen zugeschlagen. Das macht die Macht der Kategorie besonders deutlich: Amazon, eBay und Co stehen so immerhin für zwei Drittel des Umsatzes im E-Commerce.
Wichtigste Warengruppe ist erwartungsgemäß mit 11,6 Milliarden Euro (2012: 10,8 Mrd. Euro) Bekleidung. Bücher kommen auf 5,3 Milliarden Euro. Elektronik erreicht 4 Milliarden Euro. Zudem wurden neben dem Warengeschäft 10,6 Milliarden Euro mit digitalen Gütern (Tickets, etc) umgesetzt.
Beliebteste Zahlweise der Deutschen ist die Rechung mit einem Volumen von 19,7 Milliarden Euro (Marktanteil 38 Prozent), gefolgt vom Bankeinzug (24 Prozent), digitale Zahlwege stehen für 19 Prozent, die Kreditkarte für 14 Prozent.
Auffällig ist der starke Anstieg des mobilen Bestellkanals. Jeder zehnte Euro kam 2013 mobil in die Kassen. Damit hat sich das Umsatzvolumen gegenüber 2012 fast vervierfacht. Zum Vergleich: der klassische Bestellweg Telefon hat noch einen Marktanteil von rund 13 Prozent.
Für dieses Jahr erwartet der bvh ein Wachstum von 15,4 Prozent für den interaktiven Handel und 24,8 Prozent für den E-Commerce. Insgesamt wären das rund 55 Milliarden Euro. Das kann sich noch ändern. Schon die Prognosen für 2013 musste der bvh einst mehrfach korrigieren - nach oben.
