Der US-Investor Advent kommt mit der Übernahme von Douglas voran: Ihm gehören schon 80 Prozent des Handelskonzerns. Damit rückt ein möglicher Rückzug vom Aktienmarkt in greifbare Nähe.
Advent hatte die Übernahme von Douglas an die Bedingung geknüpft, mindestens drei Viertel der Anteile einsammeln zu können. Dieses Ziel wurde bereits erreicht.
Ausbauen und internationalisieren
Mit dem Rückhalt der Gründerfamilie will Advent die zum Konzern gehörenden Douglas-Parfümerien und Christ-Juweliergeschäfte international ausbauen. Beide Sparten sind die Wachstumstreiber im Konzern. Die schwächelnde Buchtochter Thalia soll saniert werden. Auch die Geschäftsbereiche Mode und Süßwaren will der Investor weiterentwickeln.
Für Aktionäre, die das Angebot von 38 Euro je Aktie bislang noch nicht angenommen haben, gibt es eine Nachfrist, die am 21. Dezember um Mitternacht ausläuft. Gemäß den Angebotsunterlagen kann Advent den Börsenrückzug ab einem Anteil von 90 Prozent über eine Verschmelzung einleiten.
Die weitere Zukunft von Douglas wollen Advent und die Familie Kreke gemeinsam stemmen. Sowohl in seiner Rolle als Vorstandsvorsitzender von Douglas als auch als Vertreter der Familie Kreke sei er sehr erfreut über den Erfolg des Übernahmeangebots, sagte Konzernchef Henning Kreke in einer Mitteilung. Die Krekes wollen sich wie angekündigt mit 20 Prozent wieder an der Holding beteiligen.
