
Edeka setzt auf größere Märkte und Discount
Der Lebensmittelhändler Edeka plant die Eröffnung zahlreicher neuer Märkte. Besonders für die Discount-Tochter Netto sehen die Hamburger noch Luft nach oben.
Björn BöerChefredakteurGrößere Supermärkte
Edeka plant die Zukunft mit mehr und größeren Märkten: "Es gibt noch weiße Flecken auf unserer Landkarte", sagte Edeka-Chef Markus Mosa am Mittwoch in Hamburg. In Ballungsräumen wie Rhein-Main, Teilen von Nordrhein-Westfalen und München liege der Marktanteil noch unter dem Durchschnitt.
Die 7.700 Edeka-Märkte sollen zudem größer werden. Heute liegt die Durchschnittsgröße unter 1000 Quadratmetern. "Wir setzen auf qualitatives Wachstum und Effizienz", sagte der Edeka-Chef.
200 Märkte sollen neu eröffnet werden, ebenso viele kleinere wieder schließen. "Unsere selbstständigen Einzelhändler beweisen sich Jahr für Jahr als Wachstumsmotor", sagte Mosa. "Sie sind das Fundament für denn dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg."
Stärker im Discount-Segment
Auch den Konkurrenzkampf mit Aldi und Lidl im Discount-Segment hat Edeka voll angenommen: Die 2009 übernommene Discount-Kette Plus ist mittlerweile umgeflaggt auf Netto und mit mehr als 4.000 Filialen auf Augenhöhe mit den Wettbewerbern. In den nächsten Jahren sollen 1.000 Filialen dazukommen.
2010 stieg der Nettoumsatz flächenbereinigt um 2,7 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Netto führt im Vergleich mit Aldi und Lidl deutlich mehr Artikel: rund 3.500. Einige Konkurrenten kommen mit weniger als 1.000 aus.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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